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Obamas Baseball-Diplomatie in Kuba

Eine Schweigeminute für die Opfer der Brüsseler Terroranschläge ist auch im Stadion Latinoamericano der kubanischen Hauptstadt Havanna abgehalten

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Obamas Baseball-Diplomatie in Kuba

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Eine Schweigeminute für die Opfer der Brüsseler Terroranschläge ist auch im Stadion Latinoamericano der kubanischen Hauptstadt Havanna abgehalten worden. Zum Abschluss seiner historischen Kubareise besuchte US-Präsident Barack Obama mit Staatschef Raúl Castro ein Baseballspiel der kubanischen Nationalmannschaft gegen die Tampa Bay Rays aus Florida. In beiden Ländern ist Baseball Nationalsport.

Meinung

Bürger sollten frei und ohne Angst ihre Meinung äußern dürfen

In einer Rede an das kubanische Volk hatte Obama zuvor betont, er sei hier, um “die Überbleibsel des Kalten Krieges” zu beerdigen. In Anspielung an seinen Slogan “Yes, we can” sagte Obama auf spanisch: “Sí se puede”.

Er appellierte an den von den Republikanern dominierten US-Kongress, das Anfang der 1960er Jahre gegen das sozialistische Kuba verhängte Handelsembargo ganz aufzuheben. Dieses sei eine
veraltete Bürde für das kubanische Volk und eine Bürde für amerikanische Investoren.

Ferner sagte Obama im Großen Theater von Havanna, er glaube an die Demokratie:

“Bürger sollten frei und ohne Angst ihre Meinung äußern dürfen, und sich organisieren und ihre Regierung kritisieren. Die Rechtsstaatlichkeit darf keine willkürlichen Festnahmen beinhalten von Menschen, die diese Rechte ausüben.”

Obama empfing in der US-Botschaft auch rund ein Dutzend Dissidenten und lobte deren “außergewöhnlichen Mut”. Nach einem Disput um politische Gefangene während des Obama-Besuchs gab es Forderungen an Raúl Castro, dutzende Häftlinge freizulassen. Laut der Kubanischen Kommission für Menschenrechte gibt es in Kuba mindestens 80 politische Gefangene.

Castro verbat sich grundsätzlich eine Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes und erklärte, es gebe keine politischen Gefangenen.