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Für Ägypten ist der Mordfall Regeni gelöst - für Italien nicht


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Für Ägypten ist der Mordfall Regeni gelöst - für Italien nicht

Neues im Mordfall Regeni: Die ägyptischen Behörden haben Ausweisdokumente und weitere persönliche Gegenstände des in Kairo ermordeten italienischen Studenten Giulio Regeni entdeckt. Nach Angaben des Innenministeriums befanden sich die Papiere in einer Wohnung, die von einer Bande als Unterschlupf genutzt wurde. Diese Bande sei darauf “spezialisiert”, Ausländer zu überfallen, hieß es.

Regeni war Anfang Februar tot in einem Vorort der Hauptstadt aufgefunden worden. Der 28-Jährige arbeitete an einer Dissertation über die ägyptische Wirtschaft. Die Leiche war teilweise entkleidet und wies Foltermerkmale auf. Nach Angaben der ägyptischen Behörden wurden am Donnerstag vier Mitglieder der Bande, die den Doktoranten ermordet haben soll, bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Italiens Außenminister Paolo Gentiloni bezweifelt diese Version. “Wir wollen die Wahrheit”, schrieb er bei einem Kurznachrichtendienst. Die Staatsanwaltschaft in Rom teilte mit, ihre Ermittlungen fortzusetzen.

euronews-Reporter Mohammed Shaikhibrahim kommentiert: “Mehr als 50 Tage nach dem Vorfall, der für Misstöne zwischen Ägypten und Italien sorgte, werden allmählich weitere Einzelheiten bekannt. Das ägyptische Innenministerium teilte mit, die Papiere des italienischen Studenten in einer Wohnung gefunden zu haben, die von einer Bande angemietet worden sein soll. Die italienische Botschaft in Kairo hüllt sich in Schweigen und lehnt eine Stellungnahme ab.”

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