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Trumps Wahlkampfmanager wegen Körperverletzung angeklagt

Donald Trumps Wahlkampfmanager Corey Lewandowski wird in Florida wegen Körperverletzung angeklagt. In den USA sorgt der Vorfall für größeres

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Donald Trumps Wahlkampfmanager Corey Lewandowski wird in Florida wegen Körperverletzung angeklagt. In den USA sorgt der Vorfall für größeres Aufsehen. Michelle Fields, die für das konservative «Breitbart News Network» arbeitet, hatte eine Veranstaltung des republikanischen Kandidaten Trump besucht. Als sie ihn interviewen wollte, wurde sie am Arm gepackt und nach hinten gezogen, wie sie in einem offenen Brief erklärte.

Ein Journalist der «Washington Post» hatte den Wahlkampfleiter Corey Lewandowski als Übeltäter identifiziert. Mittlerweile hat ausgerechnet Fields’ Arbeitgeber «Breitbart» die Vorwürfe gegen Lewandowski in Frage gestellt. Ein Sicherheitsmann sei für die Attacke verantwortlich, der dem Trump-Manager ähnlich sehe. Trump selbst hatte die Vorwürfe gegenüber CNN als «erfunden» bezeichnet.

Eine Kampagnensprecherin forderte eine Entschuldigung des «Washington-Post»-Journalisten und der Zeitung selbst. Sie stellte nicht den Vorfall an sich in Frage, die Vorwürfe gegenüber Lewandowski seien aber falsch; er freue sich auf den Tag vor Gericht. Dem Trump-Team kommt diese Anklage und die damit verbundene Öffentlichkeit ungelegen. Gewalttätige Übergriffe bei Wahlkampfveranstaltungen des republikanischen Bewerbers sind ein viel diskutiertes Thema. Trump selbst hat sich über Gewalt etwa gegen Protestierer wiederholt mindestens billigend geäußert. Einfache Körperverletzung wird in Florida mit maximal einem Jahr Gefängnis oder einer Geldstrafe belegt. Die Lewandowski vorgeworfene Handlung, die das Video einer Überwachungskamera belegen soll, gilt als minderes Delikt oder Ordnungswidrigkeit.