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Zentralafrika: UN-Blauhelme sollen Frauen missbraucht haben

Die UN-Blauhelme machen erneut Negativschlagzeilen. Schon wieder sollen sich Angehörige der Truppe in der Zentralafrikanischen Republik sexuell an

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Zentralafrika: UN-Blauhelme sollen Frauen missbraucht haben

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Die UN-Blauhelme machen erneut Negativschlagzeilen. Schon wieder sollen sich Angehörige der Truppe in der Zentralafrikanischen Republik sexuell an Mädchen vergangen haben. Das teilten die Vereinten Nationen mit. Unter anderem soll jetzt ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt worden sein. Beschuldigt werden zwei Blauhelm-Soldaten aus Burundi und Marokko.

UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte: “Die Mission teilte mit, das vorrangige Ziel sei es, den Opfern beizustehen und alle Berichte unmittelbar zu untersuchen, um alle Täter angemessen zu bestrafen. Die Ermittler werden alle verfügbaren Informationen sammeln und so viele Beweise wie möglich aufnehmen.”


Die Regierungen Burundis und Marokkos seien über die Verdachtsfälle informiert worden, Marokko habe bereits mitgeteilt, es werde Untersuchungen einleiten, so Dujarric weiter. Bei solchen Fällen haben die jeweils betroffenen Regierungen zehn Tage Zeit, sich dazu zu äußern, ob sie die Ermittlungen übernehmen. Sollte das nicht geschehen, übernimmt die UNO das Verfahren.

Seit Beginn der Blauhelm-Mission in der Zentralafrikanischen Republik im Jahr 2014 sind die UN-Soldaten immer wieder sexueller Übergriffe beschuldigt worden. Aber auch andernorts gibt es immer wieder solche Vorwürfe gegen Angehörige der Truppe.