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"Jackson Heights": Frederick Wiseman dreht intime Doku über New Yorker Multikultiviertel


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"Jackson Heights": Frederick Wiseman dreht intime Doku über New Yorker Multikultiviertel

Mit 86 Jahren hat der amerikanische Regisseur Frederick Wiseman einen außergewöhnlichen Dokumentarfilm über das Viertel Jackson Heights im New Yorker Stadtteil Queens vorgelegt. Dort leben Menschen verschiedenster Religionen und Kulturen, aus aller Herren Länder. Im Film hört man über 167 verschiedene Sprachen.

Wiseman streift mit seiner Kamera durch die Straßen, erkundet Geschäfte, beobachtet Arbeiter, Politikerinnen, Hilfskräfte sowie Organisationen, die für die Rechte von Einwanderern und Homo-, Bi- und Transsexuellen kämpfen.

Der Film ist auch nah dran an der kolumbianischen Gemeinde im Viertel. Kolumbianerinnen und Kolumbianer stellen in Jackson Heights eine der größten Bevölkerungsgruppen.

Wiseman hat einen intimen und tiefsinnigen Dokumentarfilm gedreht. Zeit und Ruhe sind die wichtigsten Bestandteile. Der Regisseur greift kaum ins Geschehen ein. Es gibt keine Erzählstimme, keine Kommentare. Zu hören sind nur die Protagonistinnen und Protagonisten.

Im Film geht es vor allem um die Händler in Jackson Heights, die sich Sorgen über steigende Mieten machen. Nur eine halbe U-Bahn-Stunde von Manhatten entfernt, zieht das Viertel Immobilienfirmen an.

Mit “In Jackson Heights” hat Frederick Wiseman, einer der besten Dokumentarfilmer unserer Zeit, einen wunderbaren Film geschaffen. Ein Stoff, der zum Nachdenken über Demokratie und zeitgenössische Gesellschaften anregt.

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