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Übernahmerennen um Starwood-Hotels: Bahn frei für Marriot

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Übernahmerennen um Starwood-Hotels: Bahn frei für Marriot

Übernahmerennen um Starwood-Hotels: Bahn frei für Marriot
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Im milliardenschweren Übernahmerennen um die US-Hotelkette Starwood ist der amerikanische Rivale Marriott fast am Ziel.

Die Widersacher um den chinesischen Versicherer Anbang zogen ihre Offerte über rund 12,3 Milliarden Euro überraschend zurück. Damit ist die größte Übernahme eines chinesischen Unternehmens in den USA geplatzt und der Weg für Marriott frei, den Betreiber der Sheraton- und Westin-Hotels zu kaufen und zum weltweiten Marktführer mit insgesamt etwa 5.700 Hotels aufzusteigen.

In den vergangenen Wochen hatten sich beide Seiten einen Schlagabtausch geliefert, bei dem sie ihre Angebote stetig erhöhten. Nun sollen die Aktionäre der beiden Hotelkonzerne in den kommenden Tagen über die Fusion abstimmen.

Marriott bietet knapp 12 Milliarden Euro. Der Betreiber der Hotelketten Ritz-Carlton, Bulgari, Renaissance, Fairfield und Courtyard rechnet mit Kostenvorteilen von bis zu 175 Millionen Euro jährlich.

Nach dem Anbang-Rückzug gab die Marriott-Aktie knapp fünf Prozent nach, das Starwood-Papier fiel um 4,4 Prozent. Das deutet darauf hin, dass den Marriott-Aktionären der Preis zu hoch sein könnte und die Starwood-Anteilseigner auf mehr Geld gehofft haben.

Anbang teilte lediglich mit, dass man sich nach Abwägung der Marktlage dazu entschieden habe. Der Partner Primavera wurde deutlicher: “Der Grund für den Rückzug ist ganz einfach: Anbang ist nicht an einem langwierigen Bieterkampf interessiert”, hieß es in einer Erklärung der Firma. Analysten nannten zusätzliche finanzielle Forderungen von Starwood als möglichen Grund.

Das chinesische Finanzmagazin “Caixin” hatte kürzlich berichtet, dass die heimische Versicherungsaufsicht gegen die Übernahmepläne sei, weil Anbang bereits zu viele Investments im Ausland besitze. Das Unternehmen wurde vor zwölf Jahren als Auto- und Sachversicherer gegründet und wuchs seitdem zu einem globalen Investor heran, kaufte erst im vergangenen Jahr das Waldorf-Astoria-Hotel in New York für 1,75 Milliarden Euro und vereinbarte kürzlich die 5,7 Milliarden Euro schwere Übernahme der Kette Strategic Hotels & Resorts von der Beteiligungsgesellschaft Blackstone. Die 1,4 Milliarden Euro schwere Übernahme des US-Versicherers Fidelity & Guaranty Life bedarf noch der Zustimmung der Behörden.

su mit Reuters