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Demonstrationen gegen Migranten in Idomeni und Dikili

Mehrere Dutzend Migranten haben in Nordgriechenland Straßen- und Schienenverbindungen blockiert. Mit ihrer Protestaktion wollen sie Mazedonien

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Demonstrationen gegen Migranten in Idomeni und Dikili

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Mehrere Dutzend Migranten haben in Nordgriechenland Straßen- und Schienenverbindungen blockiert. Mit ihrer Protestaktion wollen sie Mazedonien zwingen, seine Grenze für Migranten wieder zu öffnen. In Idemonei stecken schätzungsweise 12.000 Menschen fest.

“Vor wem schließen sie die Grenzen? Vor uns? Vor Syrern? Wir haben Krieg. Stellen Sie sich vor es gibt Krieg in ihrem Land, was würden Sie tun? Sie würden fliehen müssen! Wir wollen, dass die Grenzern geöffnet werden. Das ist alles!”, meint ein älterer Syrer.

Die Nerven vieler Einwohner des 300-Seelen-Ortes Idomeni liegen blank. Sie sperrten nun ihrerseits die Zugänge zu den Flüchtlingslager, weil sie sich durch die Migranten in ihrer Existenz bedroht sehen:

“Für die Bürger hat die Zeit für die Feldarbeit begonnen. Unglücklicherweise kommen sie wegen der Zelte, die dort stehen, nicht mehr auf ihre Felder. In wenigen Tagen geht es für sie ums Überleben”, schildert Idomenis Bürgermeisterin Xanthoula Soupli die Lage.




Ab Montag sollen die ersten illegalen Einwanderer aus Griechenland in die Türkei abgeschoben werden. Im Hafen Dikili bereiten die Behörden ihre Aufnahme vor. Doch auch hier sind die Migranten nicht willkommen. Rund 300 Bewohner demonstrierten gegen die Einrichtung der Registrierstelle. Sie befürchten negative Auswirkungen auf den Tourismus.

Die Vereinbarung sieht vor, dass alle Migranten, die nach dem 20.März illegal nach Griechenland übergesetzt sind, zwangsweise in die Türkei zurückgebracht werden können. Für jeden Syrer, den die EU abschiebt, soll ein anderer Syrer auf legalem Wege in die EU kommen. Die EU rechnet mit bis zu 72 000 Personen, davon sollen rund 16.000 nach Deutschland geschickt werden.

Deutschland will am Montag die ersten Syrer einfliegen lassen.