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Brüsseler Flughafen wieder provisorisch in Betrieb: "Jetzt wird wohl nichts mehr passieren"


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Brüsseler Flughafen wieder provisorisch in Betrieb: "Jetzt wird wohl nichts mehr passieren"

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Knapp zwei Wochen nach den Terroranschlägen in Brüssel ist erstmals wieder eine Passagiermaschine vom Hauptstadtflughafen Zaventem gestartet. Der bei den Selbstmordattentaten stark beschädigte Airport wurde bei der teilweisen Wiedereröffnung massiv von Sicherheitskräften geschützt.

Eine Maschine von Brussels Airlines hob ohne Zwischenfälle in Richtung Portugal nach Faro ab. Auf dem stark eingeschränkten Flugplan standen auch Verbindungen nach Athen und Turin.

Passagiere und ihr Gepäck wurden bereits vor dem Betreten des Terminals überprüft. Die neuen Außenkontrollen hatten die Gewerkschaften der Flughafenpolizei durchgesetzt. Sie drohten mit Streiks, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Auch das Flughafenpersonal soll schärfer kontrolliert werden als zuvor.

Bis zum Ende der Woche will der Airport laut der Betreibergesellschaft etwa ein Fünftel seiner normalen Kapazität erreichen.

Stimmen von Passagieren:

“Das Ausmaß der Sicherheitsvorkehrungen ist vertrauenerweckend. Jeder hat natürlich noch die Anschläge im Hinterkopf. Es ist etwas befremdlich, dass man hier jetzt durchs Untergeschoss gehen muss. Aber ich habe Vertrauen in die Maßnahmen.”

“Jetzt wird wohl nichts mehr passieren, weil wir alle gut beschützt werden. Aber was wird in zwei oder vier Monaten sein, wenn die Schutzmaßnahmen nicht mehr so intensiv sind? Niemand weiß das. Die Zukunft scheint unsicher und das ist traurig.”

Der Flughafen kann noch nicht wieder mit Bus oder Bahn erreicht werden. Erlaubt sind nur Anfahrten mit Autos und Taxis. Der Airport riet Passagieren, mindestens drei Stunden vor Abflug zu erscheinen.
Viele Verbindungen werden weiter über belgische Regionalflughäfen umgeleitet.

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