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Panama Papers: Cameron weist Offshore-Aktivitäten von sich

Der britische Premierminister David Cameron hat Berichte über Beteiligungen seiner Familie an Offshore-Geschäften bei einem öffentlichen Auftritt

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Panama Papers: Cameron weist Offshore-Aktivitäten von sich

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Der britische Premierminister David Cameron hat Berichte über Beteiligungen seiner Familie an Offshore-Geschäften bei einem öffentlichen Auftritt zurückgewiesen. Er habe weder Beteiligungen noch Firmen im Ausland, erklärte Cameron auf Anfrage während einer live im britischen Fernsehen übertragenen Veranstaltung in Birmingham. Camerons Büro ergänzte, die Familie habe auch nicht von Geschäften mit Briefkastenfirmen profitiert.

Meinung

Ich halte keine Anteile, keine Offshore-Fonds, nichts dergleichen

Cameron verdeutlichte in Birmingham:

“Ich habe mein Gehalt als Premierminister, einige Ersparnisse, für die ich Zinsen erhalte, und ein Haus, das ich vermietet habe, seit wir in Downing Street leben. Das ist alles. Ich halte keine Anteile, keine Offshore-Fonds, nichts dergleichen.”

Der Name von Camerons 2010 gestorbenem Vater Ian war in den “Panama Papers” auftgetaucht. Ian Cameron wurde dort als Vorstand eines Investmentfonds mit Sitz auf den Bahamas geführt.

Neben britischen Medien hatte auch der Labour-Vorsitzende und Oppositionsführer Jeremy Corbyn den Premier aufgefordert, Stellung zu beziehen:

“Die Veröffentlichungen der “Panama Papers” bestätigen, was sich zunehmend mehr Menschen schon gedacht haben. Es gibt Regeln für Reiche und Regeln für alle anderen. Deshalb wird es höchste Zeit, gegen Steueroasen vorzugehen.”

Corbyn ergänzte, es sei keine private Angelegenheit, wenn Steuerzahlungen umgangen würden.

Camerons Büro hatte auf Anfragen, ob sich auf den Bahamas noch immer Familienvermögen befinde, zunächst nur mitgeteilt, es handle sich um eine “private Angelegenheit”.