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Polizei durchsucht UEFA-Hauptsitz

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Nach Angaben der britischen Zeitung ‘The Telegraph’ hat die Waadtländer Polizei die Zentrale des europäischen Fußballverbandes UEFA in Nyon durchsucht. Dort seien Unterlagen sichergestellt worden, heißt es weiter.

“The Telegraph” zufolge steht die Razzia in Zusammenhang mit den Panama Papers. In den vermeintlichen Enthüllungsdokumenten war auch der Name des amtierenden FIFA-Präsidenten Gianni Infantino aufgetaucht, hatte ‘The Guardian’ gemeldet. Der Schweizer war bis zu seiner Wahl zum Vorsitzenden des Fußballweltverbandes im Februar UEFA-Generalsekretär.

Infantino betonte in einer Stellungnahme, es gebe keine Anzeichen dafür, dass er oder die UEFA in dieser Sache ein Fehlverhalten gezeigt hätten.

Die ‘Süddeutsche Zeitung’ hatte berichtet, dass in den Panama Papers Verträge mit einer Briefkastenfirma enthalten sind, die von Infantino unterzeichnet wurden, als dieser als Direktor der UEFA-Rechtsabteilung arbeitete. Mit den Verträgen soll demzufolge der Verkauf von Übertragungsrechten für europäische Vereinswettbewerbe in Südamerika geregelt worden sein.

Nach Angaben der Schweizer Bundesanwaltschaft wurden Ermittlungen wegen des “Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung und eventuell der Veruntreuung” eingeleitet. Allerdings werde nicht gegen eine konkrete Person ermittelt.