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Idomeni: Migranten versuchen Grenzzaun niederzureissen

An der griechisch-mazedonischen Grenze bei Idomeni ist es zu Handgreiflichkeiten gekommen. Migranten versuchten eine Polizeikette zu durchbrechen und

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Idomeni: Migranten versuchen Grenzzaun niederzureissen

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An der griechisch-mazedonischen Grenze bei Idomeni ist es zu Handgreiflichkeiten gekommen. Migranten versuchten eine Polizeikette zu durchbrechen und den Grenzzaun zu Mazedonien niederzureißen. Mehr als 11.000 Migranten sind in dem nordgriechischen Grenzort gestrandet. Seit der Schließung der Balkan-Route können sie nicht mehr nach Nordeuropa weiterreisen. Seit 20 Tagen haben sie die Bahnverbindung in die ehemalige jugoslawische Teilrepublik unterbrochen. Vor allem der Güterverkehr ist betroffen.

Meinung

Mazedonien hat Österreich, aber vor allem Deutschland sehr, sehr geholfen

“Die Lebensbedingungen hier sind sehr schwierig. So kann es nicht weitergehen. Wenn es sein muss, kehre ich nach Syrien zurück, um dort zu sterben, das ist besser als hier zu sterben”, klagt der 20-järhige Ibrahim.

Dennoch weigern sich die Migranten, in die ihnen von der griechische Regierung angebotenen festen Notunterkünfte zu ziehen.

“Natürlich brauchen sie Lebensmittel und Kleidung. Wir geben ihnen auch Waschtröge, damit sie ihre Kleider, ihr Geschirr und sich selbst waschen können, denn es gibt hier keine Duschen”, berichtet Katrine Sanaker von der norwegischen Hilfsorganisation “Ein Tropfen im Ozean”.

Der österreichische Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) übergab bei einem Besuch in Mazedonien 15 gebrauchte Nachtsichtgeräte (Neuwert: rund 10.000 Euro pro Stück) für die bessere Überwachung der mazedonischen Grenze.

Doskozil bedankte sich bei Mazedonien für die Schließung der Balkan-Route. Das Land habe eine “führende Rolle” bei der Grenzsicherung gespielt und “Österreich, aber vor allem Deutschland sehr, sehr geholfen”.

Mazedonien verweigert seit dem Schließen der Balkan-Route Personen ohne gültige Dokumente die Einreise.