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Large Hadron Collider: Die Teilchen rasen wieder

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Large Hadron Collider: Die Teilchen rasen wieder

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Groß war der Applaus im Europäischen Kernforschungszentrum CERN nach der erfolgreichen Wiederinbetriebnahme des Large Hadron Coliders LHC. Der

Groß war der Applaus im Europäischen Kernforschungszentrum CERN nach der erfolgreichen Wiederinbetriebnahme des Large Hadron Coliders LHC. Der Teilchenbeschleuniger war drei Monate lang für Wartungsarbeiten außer Betrieb.

Die Forscher hoffen nun, dass der größte Teilchenbeschleuniger der Welt schon bald neue Erkenntnisse liefert; wenn wieder bis zu eine Milliarde Protonenkollisionen pro Sekunde stattfinden.

Mike Lamont , LHC machine coordinator, CERN: “Wir mussten die gesamte Maschine 2015 neu durchstarten; das war ein sehr aufwendiges Unterfangen. Nach 13 Wochen Unterbrechung hoffen wir; dass alles viel leichter geht, und das tut es bereits. Die Stromversorgung und die Maschinen laufen einwandfrei.”

Die Protonenstrahlen bestehen aus Teilchenpaketen, die mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durch den 27 Kilometer langen Beschleunigungsring rasen. Dabei kommt es zu Zusammenstößen, die Aufschlüsse über die Bausteine der Materie liefern sollen, die Elementarteilchen. Davon erwarten sich die Wissenschaftler Erkenntnisse über den Ursprung des Universums und dessen Zusammensetzung.

Fabiola Gianotti, Director-General, CERN: “2016 wird mit Sicherheit ein aufregendes Jahr. Ich erwarte viele Daten. 2016 nennen wir das ‘Luminosity Production Year’, weil wir die Luminosität intensivieren werden. Ich hoffe auf eine Menge wunderbarer physikalischer Ergebnisse.”

Jüngst veröffentlichte Messungen des CERN zeigen, dass die Forscher einer unerklärlichen Unregelmäßigkeit auf der Spur sind. Dabei könnte es sich womöglich um ein völlig neues Partikel handeln, welches die Teilchenphysik gehörig auf den Kopf stellen würde.