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Aufschrei in Frankreich: "Schwuchtel" ist in Friseursalons nicht diskrimierend

Nicht nur französische Homosexuellenverbände protestieren gegen das Urteil eines Arbeitsgerichtes, das die Bezeichnung “pédé”, zu Deutsch in etwa

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Aufschrei in Frankreich: "Schwuchtel" ist in Friseursalons nicht diskrimierend

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Nicht nur französische Homosexuellenverbände protestieren gegen das Urteil eines Arbeitsgerichtes, das die Bezeichnung “pédé”, zu Deutsch in etwa “Schwuchtel”, als beleidigend aber nicht als diskriminierend einstuft.

Meinung

Ich habe kein gutes Gefühl bei dem Typen. Er ist halt eine Schwuchtel.

Die Managerin eines Friseursalons hatte einem Angestellten, dem sie wegen krankheitsbedingter Abwesenheit kündigte, aus Versehen folgende SMS geschickt: “Ich werde ihn nicht behalten. Ich habe kein gutes Gefühl bei dem Typen. Er ist halt eine Schwuchtel.”

Diskriminierend oder homophob sei der Ausdruck in diesem Umfeld aber nicht, so das Arbeitsgericht nach der Anhörung, und zwar, weil Friseursalons häufig Homosexuelle einstellten, so die Begründung.

Arbeitsministerin Myriam El Khomri bewertete die Entscheidung des Tribunals als “skandalös”. Andere Kritiker kommentierten, das Urteil trivialisiere Homophobie.

Ganz ungeschoren kommt der Salon nicht davon: Das Arbeitsgericht sprach dem Kläger 5.000 Euro Entschädigung zu. Der Friseur will die Entscheidung trotzdem anfechten.