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Neue Folge: Alles ganz anders bei Böhmermann gegen Erdogan?

Kein Tag ohne Neuigkeiten zur umstrittenen “Schmähkritik” des Satitirikers Jan Böhmermann gegen den Präsidenten der Türkei, die vom ZDF aus dem Netz

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Neue Folge: Alles ganz anders bei Böhmermann gegen Erdogan?

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Kein Tag ohne Neuigkeiten zur umstrittenen “Schmähkritik” des Satitirikers Jan Böhmermann gegen den Präsidenten der Türkei, die vom ZDF aus dem Netz genommen wurde, aber noch immer die Gemüter erregt.

Jetzt berichtet Spiegel Online, dass Jan Böhmermann per Direktnachricht auf Twitter Kanzleramtschef Peter Altmaier um Beistand gebeten habe. “Ich möchte gerne in einem Land leben, in dem das Erkunden der Grenze der Satire erlaubt, gewünscht und Gegenstand einer zivilgesellschaftlichen Debatte sein kann”. Der Moderator soll zudem geschrieben haben, er bitte um “Berücksichtigung meines künstlerischen Ansatzes und meiner Position, auch wenn er streitbar ist”. Altmaier habe Böhmermann zunächst vertröstet, sich dann aber nicht mehr gemeldet.

Meinte Böhmermann mit seinem Schmähgedicht gar nicht Erdogan, sondern die deutsche Politik?

In der neuen Folge des Neo Magazin Royale kam Erdogan nicht vor. Nur im Gespräch mit der Talkshow-Moderatorin Anne Will kam kurz die Türkei als mögliches Thema ihrer nächsten Sendung vor und Böhmermann sagte: “Es ist schwierig, wenn man sprachlich in eine Diplomatie abrutschen muss, weil man aufpassen muss, nichts kaputtzutreten, oder?” Und Anne Will antwortete vielsagend: “Richtig, Du sagst lieber gar nichts.”

Böhmermann ist offenbar so geknickt, dass er gar nicht zur Grimme-Preis-Verleihung kommen will.

Das Magazin Horizonte sieht die Programmverantwortlichen beim ZDF in der Verantwortung und meint, die Politik solle sich nicht einmischen.

Während die Justiz inzwischen nicht nur gegen Jan Böhmermann ermittelt, sondern auch eine Anzeige gegen die Programmverantwortlichen beim ZDF prüft, gibt es in den Medien auch einige Stimmen, die meinen, man müsse die Freiheit der Satire um jeden Preis verteidigen – auch wenn sie man diese nicht immer wirklich gut findet. Oft wird die französische Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” als Beispiel genannt, weil deren oft sehr derbe Angriffe nach der IS-Terrorattacke solidarisch verteidigt wurden.

Medienexperte Stefan Niggemeier macht sich ein bisschen über den Kommentar des Fußballstars Lukas Podolski lustig. Podolski spielt ja zur Zeit in Istanbul bei Galatasaray…

Fortsetzung folgt…