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Syrien: IS-Dschihadisten verlieren an der Grenze zur Türkei an Boden

In Syrien bleibt das Schicksal von bis zu 300 Arbeitern einer Zementfabrik nördlich von Damaskus unklar. Laut der syrischen Nachrichtenagentur Sana

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Syrien: IS-Dschihadisten verlieren an der Grenze zur Türkei an Boden

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In Syrien bleibt das Schicksal von bis zu 300 Arbeitern einer Zementfabrik nördlich von Damaskus unklar. Laut der syrischen Nachrichtenagentur Sana wurden die Arbeiter von angerückten IS-Kämpfern entführt. ISIL selbst veröffentlichte Videos von der Eroberung der Fabrik. Gerüchte, wonach viele der entführten Arbeiter ermordet wurden, blieben bislang unbestätigt. Auch ein naher Flughafen soll in der Hand der Dschihadisten sein.

Während den IS-Kämpfern im Kernland um Damaskus offenbar neue Vorstöße gelingen, sind sie an anderer Stelle weiter auf dem Rückzug: An der türkisch-syrischen Grenze vertrieben gemäßigte Rebellen-Gruppen die IS-Kämpfer nach heftigen Gefechten aus der Stadt Al Rai, wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London unter Berufung auf Quellen vor Ort berichtet. Von den Rebellengruppen veröffentlichtes Videomaterial aus der Stadt soll die Eroberung belegen.

Die syrische Regierung versucht unterdessen das Momentum, das ihr die russische Luftunterstützung verschafft hat, weiter auszunutzen: Nach den Offensiven in der Region Aleppo sind die Regimetruppen und verbündete schiitische Milizen nun offenbar vermehrt im Osten aktiv. Dabei soll es unter anderem um die Kontrolle der Schnellstraße gehen, die Damaskus mit der historischen Oasenstadt Palmyra verbindet.

Das syrische Militär veröffentlichte aber auch Videomaterial, das aus der zwischen Raqqa und der irakischen Grenze liegenden Stadt Deir Al-Zor stammen und heftige Kämpfe zwischen regierungstreuen Truppen und den IS-Dschihadisten zeigen soll.