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Flammeninferno bei Hindu-Neujahrsfeier: Opferzahlen gestiegen

Schwere Feuerwerks-Explosionen haben in einer Tempelanlage im Südwesten Indiens mindestens 105 Menschen in den Tod gerissen. Während der Feier des

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Flammeninferno bei Hindu-Neujahrsfeier: Opferzahlen gestiegen

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Schwere Feuerwerks-Explosionen haben in einer Tempelanlage im Südwesten Indiens mindestens 105 Menschen in den Tod gerissen. Während der Feier des hinduistischen Neujahrsfestes in der Stadt Kollam hatte ein Betonschuppen voller Raketen Feuer gefangen. Rund 10.000 Schaulustige hatten sich vor dem Puttingal-Tempel versammelt.

Meinung

Sprengkraft zu groß für Veranstaltungsort

Ein Arzt erklärte zur möglichen Ursache des Unglücks: “Die Sicherheitsvorkehrungen sind nicht ausreichend beachtet worden. Außerdem war die Sprengkraft des Feuerwerks viel zu groß für den Veranstaltungsort.”

Der indische Ministerpräsident Narendra Modi besuchte Opfer, die auf zwölf Krankenhäuser in der Region verteilt werden mussten. Mindestens 350 Menschen erlitten nach offiziellen Angaben Verletzungen. Zum Teil mussten die Patienten auf Fluren notdürftig versorgt werden. Viele Verletzte wurden bei einer Massenpanik nach den Explosionen niedergetrampelt.

Indische Medien berichteten, Funken seien offenbar auf einen Stapel von unsicher gelagertem Feuerwerk übergesprungen und hätten so das Flammeninferno ausgelöst.

Augenzeugen erklärten, Trümmerteile seien durch die Wucht der Explosionen bis zu 500 Meter weit geschleudert worden.

Papst Franziskus drückte den Angehörigen der Opfer schriftlich sein tiefes Beileid aus. Er sei sehr traurig über die Nachricht des “tragischen Feuers” im Puttingal-Tempel und bete für
alle von der Tragödie betroffenen Menschen sowie auch für die Rettungskräfte, hieß es. Er wünsche dem ganzen Land Kraft und Frieden.