Eilmeldung

Eilmeldung

Berlin setzt auf Einigung mit Athen

Die deutsche Bundesregierung rechnet trotz der schleppenden Gespräche zwischen der Athener Regierung und den Geldgeber-Institutionen mit einer

Sie lesen gerade:

Berlin setzt auf Einigung mit Athen

Schriftgrösse Aa Aa

Die deutsche Bundesregierung rechnet trotz der schleppenden

Meinung

In Griechenland ist die falsche Politik angewandt worden

Gespräche zwischen der Athener Regierung und den
Geldgeber-Institutionen mit einer Einigung über Hilfen für
Griechenland. Die Verhandlungen in Athen waren am frühen Dienstag Morgen vertagt worden – bis nach dem anstehenden Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds, so der griechische Finanzminister Euclid Tsakalotos.

Dem Vernehmen nach gibt es noch große Differenzen zwischen Athen und den Gläubigern über die genauen Maßnahmen, die zu Einsparungen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro führen könnten. Es geht um Rentenkürzungen, Erhöhungen von Steuern und indirekte Steuern sowie die sogenannten «faulen Kredite» die mittlerweile die 100 Milliarden Euro überstiegen haben sollen, berichteten übereinstimmend Reporter griechischer Medien, die die ganze Nacht über vor dem Verhandlungshotel in Athen ausharrten.

Im Sommer 2015 hatten die Institutionen ein drittes Hilfspaket für Griechenland mit einem Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro geschnürt. Ohne eine Einigung der Gläubiger mit Athen kann kein Geld in die Kassen in Athen fließen.

Überhaupt sei

“In Griechenland die falsche Politik angewandt worden”, so Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras. “Und es ist paradox: Diejenigen, die auf der Umsetzung bestanden, erkennen, dass die Politik falsch war. Trotzdem bestehen sie darauf, den Fehler umzusetzen – denn nicht sie seien das Problem”, sondern die, die das Ganze nicht gerne umsetzen.”

Mitte 2013 hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) “beträchtliche Fehler” beim zusammen mit der EU umgesetzten Rettungsplan für Griechenland eingeräumt. Man habe erheblich unterschätzt, wie Sparmaßnahmen wie Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen die Rezession verstärken.

su mit dpa