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Branchenfonds "Atlante" soll Italiens Banken beim Schleppen notleidender Kredite helfen

Italiens Finanzbranche greift den Krisenbanken des Landes mit einem milliardenschweren Rettungsfonds unter die Arme. Atlante: Italy's bank rescue

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Branchenfonds "Atlante" soll Italiens Banken beim Schleppen notleidender Kredite helfen

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Italiens Finanzbranche greift den Krisenbanken des Landes mit einem milliardenschweren Rettungsfonds unter die Arme.

Der Hilfstopf soll mit fünf bis sechs Milliarden Euro ausgestattet werden und ist für die Geldhäuser ein wichtiger Schritt, um Vertrauen zurückgewinnen. Denn sie leiden unter einem riesigen Berg fauler Kredite – insgesamt rund 360 Milliarden Euro -, das ist ein Drittel aller ausfallgefährdeten Darlehen in Europa. Der neue Fonds mit dem Namen “Atlante” – “Atlas” (Titan aus der griechischen Mythologie, der den Himmel auf seinen Schultern tragen musste) soll zunächst fünf Jahre bestehen, eine Verlängerung um drei Jahre ist möglich, so ein Insider nach Medienberichten (“Reuters”).

Der Bankensektor des Landes hatte 2014 beim großen Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) am schlechtesten abgeschnitten.

“Italienische Banken gehören zu denen mit der höchsten Konzentration von Non-Performing Loans”

Die italienische Regierung hatte ihre Bemühungen um den Fonds zuletzt kräftig vorangetrieben. Sie muss allerdings beachten, die Grenze zu unerlaubten staatlichen Hilfen nicht zu überschreiten. Auch deshalb wurde sichergestellt, dass die Mehrheit am Rettungsfonds bei privaten Investoren liegt.

Der Geldtopf soll dem Insider zufolge zu rund 70 Prozent dazu dienen, die Kapitalausstattung schwacher Institute zu stärken. Die restlichen 30 Prozent seien dafür vorgesehen, Banken beim Abbau fauler Kredite zu helfen. Mit den Hilfsgeldern sollen unter anderem neue Aktien aus Kapitalerhöhungen erworben und faule Kredite aufgekauft werden.

Dem Insider zufolge muss sich der Fonds möglicherweise an den Kapitalerhöhungen der Banca Popolare di Vicenza und der Veneto Banca beteiligen, falls die neuen Anteilsscheine der zwei Institute nicht ausreichend Abnehmer finden. Es sei möglich, dass er am Ende mindestens eines der Häuser kontrolliert. Das Volumen der beiden Kapitalerhöhungen wird zusammen auf etwa zwei Milliarden Euro geschätzt.

su mit Reuters