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Brüssel will Steuerzahlungen von Konzernen öffentlich machen

Als Konsequenz aus der Affäre um die sogenannten Panama-Papiere dringt die EU-Kommission auf mehr Steuertransparenz. Konzerne, die in der EU tätig

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Brüssel will Steuerzahlungen von Konzernen öffentlich machen

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Als Konsequenz aus der Affäre um die sogenannten Panama-Papiere dringt die EU-Kommission auf mehr Steuertransparenz. Konzerne, die in der EU tätig sind, sollen künftig gezwungen werden, ihre in den Mitgliedsstaaten sowie die in anderen Ländern entrichteten Abgaben öffentlich zu machen, so der für Finanzdienstleistungen zuständige EU-Kommissar Jonathan Hill.

Es geht dabei um Unternehmen, die einen Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro aufweisen. Sie sollen ihre Steuerzahlungen nicht nur den Behörden, sondern auch der Öffentlichkeit im Internet zugänglich machen.

Der Co-Vorsitzende der Grünen im Europaparlament, Philippe Lamberts, wirft der Kommission Mutlosigkeit vor. Sie wolle nur einen kleinen Schritt tun. Die Kritik richtet sich gegen den Vorschlag, dass die EU-Staaten, in denen Abgaben entrichtet werden, zwar einzeln aufgeführt werden sollen, dass andere Staaten aber nicht namentlich genannt werden müssen.