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Südkorea wählt neues Parlament

Die Südkoreaner wählen ein neues Parlament. Die konservative Regierungspartei Saenuri gilt als Favoritin. Trotz Wirtschaftsflaute könnte sie Umfragen

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Die Südkoreaner wählen ein neues Parlament. Die konservative Regierungspartei Saenuri gilt als Favoritin. Trotz Wirtschaftsflaute könnte sie Umfragen zufolge ihre Mehrheit in der Nationalversammlung noch ausbauen. Die Wahl gilt vor der Präsidentenwahl Ende 2017 in der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens auch als ein wichtiger Stimmungstest.

Mehr als 42 Millionen Südkoreaner können ihre Stimme abgeben. Es geht um die Verteilung von insgesamt 300 Mandaten. Die größte Oppositionskraft, die Minjoo oder Demokratische Partei Koreas (MPK), muss sich bei der alle vier Jahre stattfindenden Wahl auf Mandatsverluste einstellen. Als drittstärkste Partei könnte sich daher die neu gegründete liberale Volkspartei etablieren, für die mehr als 20 Sitze prognostiziert wurden.

Wer die Wahl gewinnt, kann auf Vorteile für die Präsidentenwahl hoffen. Im Präsidialsystem des Landes kann das Staatsoberhaupt auch gegen eine Mehrheit der Opposition regieren. Präsidentin Park Geun Hye, die noch bis zum Februar 2018 im Amt ist, kann nach ihrer fünfjährigen Amtszeit nicht wiedergewählt werden. 

Angesichts der schleppenden Wirtschaft und zunehmender Jugendarbeitslosigkeit standen im Wahlkampf vor allem wirtschaftliche
und soziale Themen im Mittelpunkt.