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Italienische Mode für den Iran

Während Frankreich über islamische Mode streitet, bahnt Italien als erstes, europäisches Land seiner Modebranche den Weg in den Iran – nach der

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Italienische Mode für den Iran

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Während Frankreich über islamische Mode streitet, bahnt Italien als erstes, europäisches Land seiner Modebranche den Weg in den Iran – nach der Aufhebung der westlichen Sanktionen.

Die beiden Länder unterzeichneten beim Besuch des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi im Iran eine Vereinbarung, die den Handel zwischen Italien und dem Iran fördern und die industrielle Zusammenarbeit verstärken soll.

Der Deal wurde vom Textil- und Modeverband Sistema Moda Italia (SMI) und dem iranischen Textilverband Tehran Garment Union (TGU) unterschrieben. Die italienische Modebranche steht für mehr als 5,2 Milliarden Euro Umsatz.

Bürokratie soll abgebaut werden, italienische Unternehmen sollen leichter an TGU Lizenz kommen, um im Iran aktiv werden zu können.

Renzi wurde von rund 60 Führungskräften aus Sektoren wie Energie, Eisenbahn und Verteidigung begleitet. Bereits in Italien waren 30 Abkommen in verschiedenen Bereichen für insgesamt 17 Milliarden Euro
unterzeichnet worden. Diese und sieben weitere in Teheran unterschriebene Vereinbarungen sollen nach Renzis Besuch umgesetzt werden, sagte Präsident Hassan Ruhani.

Analysten schätzen das Potential an vermögenden Kunden von Luxusgütern in der ölreichen Islamischen Republik auf mehr als 3 Millionen – von fast 80 Millionen Menschen.

su mit Reuters