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Neue Gewalt bei Protesten in Mazedonien

Gewaltsame Proteste haben die mazedonische Hauptstadt Skopje am Donnerstagabend bereits den dritten Tag in Folge erschüttert. Im Zentrum kam es

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Neue Gewalt bei Protesten in Mazedonien

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Gewaltsame Proteste haben die mazedonische Hauptstadt Skopje am Donnerstagabend bereits den dritten Tag in Folge erschüttert. Im Zentrum kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten, die gegen einen umstrittenen Amnestiebeschluss von Präsident Gjorge Ivanov protestierten. Ein Oppositionssprecher drohte mit einer weiteren Verschärfung der Lage:

Meinung

Die Menschen müssen frei wählen können

“Diese Proteste werden weitergehen, bis wir den Rücktritt der Regierung erreichen und eine Übergangsregierung installiert wird. Dadurch kann eine normale Atmosphäre in diesem Land entstehen, damit gerechte und demokratische Wahlen durchgeführt werden können. Die Menschen müssen frei wählen können.”

Präsident Ivanov appellierte während einer Rede an die nationale Geschlossenheit der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien. Er habe mit der Einstellung der Verfahren nationale Interessen auch im Hinblick auf die Neuwahlen am 5. Juni vertreten.

Ivanov hatte am Dienstag alle Politiker amnestiert, die in einen Korruptions- und Abhörskandal verwickelt waren, der in Mazedonien monatelang für politische Instabilität und Unruhe gesorgt hatte.

Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, damit die politische Krise im Land noch verschärft zu haben. Sie will die Neuwahlen boykottieren, weil die Voraussetzungen aus ihrer Sicht nicht erfüllt sind.

Bereits am Mittwoch waren die oppositionellen Proteste in Gewalt umgeschlagen. Donnerstagabend wurden laut mazedonischen Medienberichten mindestens zwei Polizisten verletzt und 14 Demonstranten festgenommen.

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