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Starshot Mission: Per Miniraumschiff in neue Galaxien

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Starshot Mission: Per Miniraumschiff in neue Galaxien

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So könnte die Zukunft der interstellaren Raumfahrtforschung aussehen: winzige Minisonden, die mit Licht angetrieben werden und zu anderen Galaxien

So könnte die Zukunft der interstellaren Raumfahrtforschung aussehen: winzige Minisonden, die mit Licht angetrieben werden und zu anderen Galaxien reisen. In New York hat der russische Milliardär und Internetunternehmer Yuri Milner sein ambitioniertes Projekt mit Namen STARSHOT vorgestellt.
Milner will eine ganze Flotte von kleinen Nanosonden mit einer Rakete im All aussetzen. Dort sollen sie hauchdünne Segel entfalten, um dann mit den Lichtimpulsen eines Laserverbunds auf der Erde in den Raum katapultiert zu werden.

Innerhalb weniger Minuten, so der Plan, sollen die Miniraumschiffe auf ein Fünftel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und eine Million Kilometer von der Erde entfernt sein, um dann 20 Jahre lang im Raum zu gleiten – bis nach Alpha Centauri.
100 Millionen Euro will Millner aus seinem eigenen Vermögen in die Entwicklung eines Prototypen investieren. Sollte dann tatsächlich eine Mission zum über 4 Lichtjahre entfernten Alpha Centauri möglich werden, würde die zwischen 5 und 10 Milliarden Euro kosten.
Unterstützt wird Milnder von Astro – Physiker Stephen Hawking und Facebook Gründer Marc Zuckerberg.
Die benötigte Technik sei bereits verfügbar, so Stephen Hawking. Mit Licht betriebene Nanocrafts sind die pragmatischste Technik, die erhältlich ist. Fusion und Antimaterie hingegen seien noch in weiter Ferne, so Hawking.

Befragt zur Wahrscheinlichkeit, ob innerhalb der nächsten 20 Jahre Ausserirdisches Leben entdeckt werde, antwortet Hawking: Die Wahrscheinlichkeit ist gering – wahrscheinlich.
Das Wissenschaftsteam um Milner erhofft sich von den Daten der Mission Aufschluss über Funktionsweisen und mögliches Leben in anderen Galaxien.