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Wieder Ausschreitungen nach "Nuit Debout"-Protesten gegen Arbeitsmarktreform in Paris

In Paris ist es am Rande der Demonstrationen für Arbeitnehmerrechte wieder zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Vier

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Wieder Ausschreitungen nach "Nuit Debout"-Protesten gegen Arbeitsmarktreform in Paris

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In Paris ist es am Rande der Demonstrationen für Arbeitnehmerrechte wieder zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Vier Polizisten wurden verletzt und 22 Demonstranten festgenommen.

Die Polizei rief die Organisatoren der ‘‘uit Debout’‘ genannten Kundgebungen auf, ein Ende der Ausschreitungen zu fordern und das Demonstrationsverbot nach ein Uhr Nachts zu respektieren.

“Ich verstehe zwar, wenn Leute protestieren wollen”, sagte ein Bäcker, dessen Ladenfront am Place de la Republique demoliert wurde. “Aber ich verstehe die nicht, die dann die Situation ausnutzen und es zu weit treiben. Das ist schade, weil ich finde, dass die Leute ein Recht haben, ihre Meinung zu zeigen und zu diskutieren, auch wenn ich sie nicht teile. Aber eben nur diskutieren.”

Seit gut zwei Wochen finden sich in französischen Städten immer wieder tausende vor allem junge Leute zu den oft passiven “Nuits Debout” ein. Auslöser waren unter anderem geplante Aufweichungen der Arbeitnehmerrechte, viele Teilnehmer drücken aber auch Unbehagen etwa über soziale Spaltung, Kapitalismus oder die französische Außenpolitik aus.

Seit einigen Tagen kommt es vor allem in Paris aber häufiger auch zu Ausschreitungen und Randale.