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Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert Ecuador

Ecuador ist von einem heftigen Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Der Regierung zufolge gab es mindestens 77 Tote und über 600 Verletzte

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Ecuador ist von einem heftigen Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Der Regierung zufolge gab es mindestens 77 Tote und über 600 Verletzte. Die Opferzahl dürfte weiter steigen. Die Region wurde inzwischen von mehreren Nachbeben erschüttert.

Es war das stärkste Beben in Ecuador seit 1979. Das Epizentrum lag nach Berechnungen der US-Erdbebenwarte USGS in 20 Kilometern Tiefe nahe der Küste in der westlichen Provinz Esmeraldas. Das Pazifik-Zentrum für Tsunamiwarnungen gab zunächst eine Warnung für die ganze Region heraus, hob sie inzwischen aber auch für Ecuador selbst wieder auf.

“Alle Sicherheitskräfte sind in Alarmbereitschaft, um die Leben der Bürger zu schützen”, so Jorge Glas, der Vizepräsident Ecuadors in einer Fernsehansprache. “In einigen Städten gibt es wegen des Bebens teilweise keinen Strom. In einige Provinzen haben wir beschlossen, Bürger aus Küstenregionen zu evakuieren.” Er rief die 16 Millionen Bewohner des Landes auf, Ruhe zu bewahren.

Betroffen ist vor allem Guayaquil, die bevölkerungsreichste Stadt des Landes, dort gab es schwere Schäden und Tote. In der hunderte Kilometer entfernten Hauptstadt Quito fiel der Strom aus.

In der Stadt Manabí kam es zu Unruhen. Landesweit schickte die Regierung tausende Soldaten auf die Straßen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. In einigen Provinzen wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Ecuador liegt wie Japan auch am sogenannten Pazifischen Feuerring, einem tektonischen Kollisionsbereich, der den Pazifik einfasst. Entlang des Rings gibt es rund 450 aktive Vulkane und immer wieder Erdbeben.