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Brasilien: Rousseff erklärt sich für unschuldig und will um Amt kämpfen

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat sich nach ihrer Niederlage beim Amtsenthebungsverfahren nun an die Öffentlichkeit gewandt. Sie

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Brasilien: Rousseff erklärt sich für unschuldig und will um Amt kämpfen

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Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat sich nach ihrer Niederlage beim Amtsenthebungsverfahren nun an die Öffentlichkeit gewandt. Sie erklärte, sie werde zu unrecht beschuldigt, da sie keine Straftat begangen habe. Die Abstimmung vom Vortag habe keine rechtliche Basis.

Weiter sagte sie vor Journalisten: “Das ist ein Staatsstreich, ein Putsch, in dem ein fingierter rechtlicher und demokratischer Prozess dazu benutzt wird, eines der abscheulichsten Verbrechen gegen einen Menschen zu verüben. Eine unschuldige Person zu verurteilen, ist Unrecht.”

Rousseff wird vorgeworfen, den Haushalt manipuliert zu haben, um ihre Wiederwahl zu sichern. Sie wirft Vize-Präsident Michel Temer vor, einen Staatsstreich angezettelt zu haben. “Ich werde weiterkämpfen und ich werde mich dem gesamten Prozess stellen”, so Rousseff. “Ich werde mich vor dem Senat verteidigen.”

Gegner und Anhänger der Präsidentin waren am Tag der Abstimmung landesweit zu Hunderttausenden auf die Straßen gegangen.

Der Senat kann die Politikerin nun Ende April für 180 Tage suspendieren. Ein entsprechendes Votum des Senats gilt als wahrscheinlich. Anschließend würden die Anklagepunkte gegen Rousseff juristisch geprüft.