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UN-Flüchtlingshilfwerk befürchtet bis 500 Tote nach Bootsunglück

Die Vereinten Nationen gegen davon aus, dass in der vergangenen Woche bis zu 500 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind. Das

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UN-Flüchtlingshilfwerk befürchtet bis 500 Tote nach Bootsunglück

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Die Vereinten Nationen gegen davon aus, dass in der vergangenen Woche bis zu 500 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind. Das UN-Flüchtlingshilfswerk beruft dabei sich auf Gespräche mit 41 Überlebenden. Befürchtet wird eine der verheerendsten Flüchtlingstragödien der vergangenen 12 Monate:

Der Sprecher des UNHCR, William Spindler erklärte: “Es ist nicht ganz klar, wie viele Menschen sich auf dem Boot befanden, als es sank. Augenzeugen berichten von bis zu 500 Personen. Seit einigen Wochen beobachten wir einen dramatischen Anstieg derer, die von Libyen nach Italien übersetzen. Wir befürchten, dass das mit den milden Temperaturen zu tun hat. Mit dem besseren Wetter im Mittelmeerraum werden mehr Menschen die Überfahrt antreten.”

Unter den Überlebenden seien drei Somalier, elf Äthiopier und sechs Ägypter. Die somalische Regierung ging am Montag gar davon aus, dass bis zu 200 Opfer aus Somalia stammten.

Libyen geht nun verstärkt gegen illegale Einwanderung vor: Rund 200 Migranten wurden am Mittwoch in ihre Ursprungsländer abgeschoben. Es wird geschätzt, dass in den ersten drei Monaten des Jahres rund 16.000 Menschen aus Nordafrika nach Europa übergesetzt haben. Das entspricht einem Anstieg von 6.000 Personen verglichen mit der gleichen Periode 2015.