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Zehntausende demonstrieren in Deutschland gegen TTIP-Abkommen

In Deutschland haben vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama Zehntausende Menschen in Hannover gegen das umstrittene Freihandelsabkommen

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Zehntausende demonstrieren in Deutschland gegen TTIP-Abkommen

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In Deutschland haben vor dem Besuch von US-Präsident Barack Obama Zehntausende Menschen in Hannover gegen das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP demonstriert. Während die Polizei von 35 000 Teilnehmern sprach, schätzten die Veranstalter die Zahl der Demonstranten auf 90 000.

Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen bei der Visite für das Abkommen werben.

Die TTIP-Gegner sehen durch das Abkommen ökologische und soziale Standards in Gefahr. Ihre Kritik richtet sich auch gegen das CETA-Abkommen mit Kanada

“Wir sind heute hier, um deutlich zu machen, dass wir arge Bedenken haben und nicht nur die deutsche und europäische Bevölkerung, auch die amerikanische Bevölkerung ist verunsichert”, so Grünen-Chefin Simone Peter. “Da stellen wir uns an die Seite der Zivilgesellschaft in USA und das ist auch die Botschaft an Herrn Obama.”

Und die Globalisierungsgegnerin Hanni Gramann erklärt: “Viele Leute von den NGOs haben in die Dokumente reingucken können. Also jetzt zum Beispiel auch in den CETA-Vertrag in der englischen Version. Da kann man eben deutlich sehen, das sind keine Befürchtungen, es ist einfach so, dass Konzerne Sonderklagerechte bekommen, dass reguläre Absprachen getroffen werden, dass das Vorsorgeprinzip ausgehebelt wird. Das ist Tatsache.”

Merkel verteidigte derweil in ihrer wöchentlichen Videobotschaft das TTIP-Abkommen. Man gehe damit nicht hinter die europäischen Standards zurück, sondern man sichere das, was im Umweltbereich und im Verbraucherschutz gelte, erklärte sie. Zudem wandte sie sich gegen den Vorwurf mangelnder Transparenz bei den TTIP-Verhandlungen. Man habe alles getan, um diese zu verbessern.