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Kaschperl, Waffenträger und Idealbürger: Österreich wählt neuen Präsidenten

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Kaschperl, Waffenträger und Idealbürger: Österreich wählt neuen Präsidenten

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Voraussichtlich wird an diesem Sonntag niemand direkt zum neuen Präsidenten von Österreich gewählt, und es wird zu einer Stichwahl am 22. Mai kommen.
Bei der Wahl zum neuen Staatsoberhaupt tritt auch der Baulöwe Richard “Mörtel” Lugner an, der sich im Vorfeld selbst als “Kaschperl mit der schönen Prinzessin” an seiner Seite bezeichnet hat. “Der Kaschperl gewinnt immer”, meinte Lugner. Aber ob Kaschperl-Theater heute noch so beliebt ist?

Die deutsche taz beschreibt den langjährigen Chef der Grünen Alexander van der Bellen (72) als Idealbürger. Und tatsächlich zählt der Universitätsprofessor für Volkswirtschaft van der Bellen – auch VdB – zu den Favoriten. Einige bemängeln allerdings sein eher gemächliches Auftreten des Kandidaten der in vielen Umfragen vorne liegt.

Der unbekannte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer, der von sich sagt, dass er eine Waffe trägt, weil er Angst vor Flüchtlinge habe, gilt nur als “Platzhalter” für Parteichef Heinz-Christian Strache, den manche dann auch in den Umfragen abdrucken. Die rechtspopulistische Anti-Immigrationspartei führt in den nationalen Umfragen mit rund 30 Prozent, aber das Parlament in Wien wird erst 2018 neu gewählt.


Die dritte aussischtsreiche Kandidatin ist die ehemalige Richterin Irmgard Griss, die wie van der Bellen als Unabhängige antritt. Sie will die Spaltung der österreichischen Gesellschaft überwinden.


Die Kandidaten der Regierungskoalition haben kaum Aussicht auf den Einzug in die zweite Runde.

Die Wahl des Bundespräsidenten in diesem Frühjahr gilt als historisch. Noch nie zuvor gab es eine Konstellation wie in diesem Frühjahr. Einige Österreicher sind von der Auswahl der Kandidaten nicht begeistert.