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Österreichs Präsidentenwahl: FPÖ-Hofer und Grünen-Van-der-Bellen in Stichwahl

Norbert Hofer von der FPÖ hat bei der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten den ersten Durchgang klar gewonnen. Auf Hofer entfielen rund 36

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Österreichs Präsidentenwahl: FPÖ-Hofer und Grünen-Van-der-Bellen in Stichwahl

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Norbert Hofer von der FPÖ hat bei der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten den ersten Durchgang klar gewonnen.

Auf Hofer entfielen rund 36 Prozent der Stimmen, ohne Berücksichtigung der Briefwahlstimmen. Sie werden erst heute ausgezählt, ändern aber der Prognose zufolge kaum noch etwas.

Im Burgenland, Kärnten und der Steiermark kam der FPÖ-Politiker sogar auf über vierzig Prozent.

In vier Wochen wird somit eine Stichwahl fällig: Hofers Gegner ist dann der Grünenpolitiker Alexander Van der Bellen, der gut zwanzig Prozent bekam.

Van der Bellen schnitt besonders stark ab in Vorarlberg und seiner langjährigen Heimat Tirol, vor allem aber in der Hauptstadt Wien.

Ohne jede Chance waren bei dieser Wahl die Bewerber der etablierten Regierungsparteien SPÖ und ÖVP: Auf Rudolf Hundstorfer und Andreas Khol entfielen jeweils gerade einmal elf Prozent der Stimmen.

Dass nun kein Sozialdemokrat und kein ÖVP-Politiker mehr zur Wahl stehen, das hat es bei einer Präsidentenwahl in Österreich noch nie gegeben.

Selbst die unabhängige Bewerberin Irmgard Griss, einst Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, schnitt mit rund 18 Prozent noch weitaus besser ab als Hundstorfer und Khol. Für einige Zeit war sogar noch offen, ob sie vielleicht statt Van der Bellen in die Stichwahl einziehen würde.

Den Bauunternehmer Richard Lugner wählten 2,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung wird mit den Briefwählern bei 68 Prozent liegen.

Österreichs Bundespräsident wird für sechs Jahre gewählt und kann dann noch einmal antreten. Amtsinhaber Heinz Fischer scheidet im Juli nach zwei Amtsperioden aus.