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"Taba Naba" - Die Kunst der Ureinwohner Australiens

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"Taba Naba" - Die Kunst der Ureinwohner Australiens

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Die Kunst der Ureinwohner Australiens steht im Zentrum einer Ausstellung in Monaco unter dem Titel Taba Naba. Benannt wurde sie nach einen

Die Kunst der Ureinwohner Australiens steht im Zentrum einer Ausstellung in Monaco unter dem Titel Taba Naba. Benannt wurde sie nach einen traditionellen Kinderlied von den Torres-Strait-Inseln, einem Lied über Freunde, Familie, die Fische, das Riff. Robert Calcagno, Direktor des Ozeanischen Museums in Monaco erklärt: “Wir wollten uns mit dieser Schau auf die Kultur der australischen Ureinwohner konzentrieren: die der Aborigines und der Inselbewohner.”

Die Ausstellung ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste unter dem Thema: “Schutz der Ozeane in der Kunst der Aborigines und der Torres-Strait- Bewohner” beeindruckt mit Installationen zeitgenössischer Künstler aus der Region. Von Brian Robinson stammen die Aluminiumkrebse auf der Museumsfassade.

Brian Robinson: “Das ist ein Tier, mit dem ich als Kind aufgewachsen bin. Damals waren wir nahezu jeden Tag in Torres-Passage mit Aluminium Booten unterwegs, fuhren zu anderen Inseln und erkundeten die Mangrove. Wir spielten im Schlamm und versanken manchmal knöcheltief auf der Suche nach diesen Krebsen.”

Der Künstler Ken Thaiday arbeitet mit traditionellen Symbolen seiner Heimatinsel Darnley Island, die von den einheimischen Erub genannt wird. Dhari heißt der zeremonielle Kopfschmuck. Die Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit dem in Sydney ansässigen Künstler Jason Christopher.

Ken Thaiday: “Die Farbe der Dharis erinnert an mein Volk, an alle Menschen der Torres-Passage. Dieser Dhari steht stellvertretend für mich und all das, was unser Leben ausmacht, vor allem die Mangrove, die Fische, die Fischfallen, die Harpunen, mit denen wir die Fische in den Fallen erlegen. All das repräsentiert dieses Werk, die Aborigines und die Inselbewohner der Torres-Passage. Wir halten fest zusammen, das ist unsere Stärke, so kämpfen wir. “

Der zweite Ausstellungsteil trägt den Titel “Lebendige Gewässer” und zeigt zeitgenössische Aborigine-Gemälde (aus der Sordello & Missana Sammlung sowie Werke von Künstlern, die speziell für die Schau geschaffen wurden). Der dritte Abschnitt schließlich sucht nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Inselbewohnern und Aborigines. “Taba Naba” geht bis zum 30 September in Monaco.