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Trump kritisiert "Kartell verzweifelter Verlierer" gegen ihn

Der bei den Vorwahlen mit großem Abstand führende republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat das Zweckbündnis seiner abgeschlagenen

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Trump kritisiert "Kartell verzweifelter Verlierer" gegen ihn

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Der bei den Vorwahlen mit großem Abstand führende republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat das Zweckbündnis seiner abgeschlagenen verbliebenen Gegenkandidaten Ted Cruz und John Kasich verurteilt. Es handele sich um ein “Kartell zweier verzweifelter Verlierer”. Kartelle würden in der Wirtschaft als Verbrechen verfolgt; dass sie in der Politik üblich sein, zeige, wie korrupt das System sei, sagte Trump am Montagmittag (Ortszeit) bei einer Kundgebung in Warwick im Bundesstaat Rhode Island, wo am Dienstag Vorwahlen stattfinden.

Meinung

Ich glaube, es ist fair, dass ich dorthin gehe, wo ich Chancen habe

Es sei traurig, dass zwei erwachsene Politiker sich gegen jemanden zusammentun müssen, der erst seit zehn Monaten Politiker ist, nur um zu verhindern, dass dieser die Nominierung der Republikaner bekomme.




Gouverneur Kasich verteidigte das Abkommen. Es sei nichts besonderes, wenn er sich auf Staaten konzentriere, in denen er die größten Chancen habe.

“Wir haben nicht die Ressourcen, aber wir haben noch genug, um weiterzumachen und wir müssen sparsam mit unseren Ressourcen umgehen. Ich glaube, es ist fair, dass ich dorthin gehe, wo ich Chancen habe, wo ich meine Ressourcen effektiv einsetze. Das gleiche gilt für Senator Cruz. Was ist so schlimm daran? Wir gehen zum Parteitag. Es wird ein Parteitag sein, vor dem noch nichts entschieden ist, und dann werden die Delegierten den auswählen, der im Herbst die besten Chancen hat”, sagte Kasich bei einem Wahlkampfauftritt in einem Restaurant in Philadelphia.

Um zu verhindern, dass der Milliardär bereits vor dem Parteitag in Cleveland (18. bis 21. Juli) die zur Nominierung erforderlichen Delegierten gewinnt, verzichtet Senator Cruz, bei den Vorwahlen in Oregon (17. Mai) und New Mexico (7. Juni) um Stimmen zu werben, Kasich auf den Wahlkampf in Indiana (3. Mai). Senator Cruz hatte Kasich bereits mehrfach vorgeworfen, ihm die Wähler abspenstig zu machen.


Wahlwerbespot für Senator Ted Cruz greift Kasich an


Über diesen Wahlwerbespot des Pro Cruz “Trusted Leadership PAC” hat sich Gouverneur Kasich besonders geärgert


Trump verfügt bereits über 844 der 1237 für eine Nominierung erforderlichen Delegierten.

Das zunächst auf die drei Bundesstaaten beschränkte Zweckbündnis zeichnete sich bereits in der vergangen Woche ab, als Cruz auf Wahlkampfauftritte in den Westküstenstaaten Rhode Island, Connecticut und Delaware verzichtete. Am Dienstag finden in fünf Westküstenstaaten (Maryland, Pennsylvania, Connecticut Rhode Island, und Delaware) Vorwahlen statt. Dort liegt Donald Trump in den Meinungsumfragen weit vorn.

Besonders wichtig ist die Vorwahl in Indiana, weil dort 57 Delegierte an den Kandidaten vergeben werden, der die meisten Stimmen erhält. Auch in Indiana liegt Trump weit vorn, kommt aber nicht auf eine absolute Mehrheit. Beobachter verweisen aber darauf, dass einer Meinungsumfrage zufolge 22% der Kasich-Anhänger in Indiana Trump als ihre zweite Wahl bezeichnet haben. Das könnte ausreichen, damit Trump in Indiana gewinnt.

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Stand der Delegierten


REPUBLIKANER

  • Donald Trump: 844 Delegierte
  • Ted Cruz: 555 Delegierte
  • Marco Rubio: 167 Delegierte (aufgegeben)
  • John Kasich: 147 Delegierte
  • Ben Carson: 6 Delegierte (aufgegeben)
  • Jeb Bush: 3 Delegierte (aufgegeben)
    Notwendig zur Nominierung: 1237 Delegierte

DEMOKRATEN

  • Hillary Clinton: 1927 Delegierte
  • Bernie Sanders: 1172 Delegierte
    Notwendig zur Nominierung: 2383 Delegierte

    Quelle: CBS News
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