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Vorbereitungen auf neuen Migrantenansturm

Die Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” hat ihr Programm zur Suche und Rettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer wiederaufgenommen. Bei ihrer

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Vorbereitungen auf neuen Migrantenansturm

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Die Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” hat ihr Programm zur Suche und Rettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer wiederaufgenommen. Bei ihrer ersten Fahrt am Wochenende sammelte die “Dignity 1” 308 Menschen ein, die sie in den sizilianischen Hafen Pozzallo brachte. In den kommenden Wochen sollen zwei weitere größere Boote zur “Dignity 1” stoßen. An Bord der “Dignity 1” sind 16 Crewmitglieder und Mediziner. Das Schiff soll in Seegebieten nördlich von Libyen nach Migranten suchen.

Meinung

Letztendlich geht es in dieser Krise um Menschen und nicht um Grenzen, es geht um Menschenwürde - nicht um Abkommen

Während die Aktivisten von künftig steigenden Migrantenzahlen im Mittelmeer ausgehen, ist die Zahl der Migranten, die aus der Türkei nach Griechenland kommen, weiter deutlich gesunken: Am Wochenende setzten insgesamt 167 aus der Türkei zu den griechischen Ostägäis-Inseln über. Im März trafen im Schnitt noch etwa 900 Migranten täglich in Griechenland ein.

Die jordanische Königin Rania dankte Griechenland für die Aufnahme und Versorgung von Migranten. Rund eine Million syrische Flüchtlinge leben im benachbarten Jordanien. Kaum ein Land hat während des Syrien-Kriegs so viele Menschen aufgenommen wie Jordanien. Auf neun Jordanier kommt inzwischen ein Flüchtling.

“Die Verantwortung für diese Krise kann nicht geographisch bestimmt werden. Ich glaube, wir müssen wieder mehr über Menschlichkeit und Mitleid sprechen. Denn letztendlich geht es in dieser Krise um Menschen und nicht um Grenzen. Es geht um Menschenwürde – nicht um Abkommen”, sagte Königin Rania bei ihrem Besuch im Lager Kara Tepe in Mytilene auf Lesbos.

Die österreichische Polizei begann am Montagmorgen im Burgenland mit den angekündigten “temporären Grenzkontrollen”. Besonderes Augenmerk galt dabei Kastenwagen, mit denen Schlepper Flüchtlinge transportieren könnten. Anfang Mai sollen die Kontrollen von der österreichisch-ungarischen Grenze auf die Grenze zu Italien ausgeweitet werden.