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Genf: Ausstellungsbild bleibt - trotz türkischer Kritik

Das von der Türkei kritisierte Ausstellungsfoto in Genf bleibt hängen: Das hat die Schweizer Stadt jetzt entschieden. Das Bild zeigt eine Kundgebung

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Genf: Ausstellungsbild bleibt - trotz türkischer Kritik

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Das von der Türkei kritisierte Ausstellungsfoto in Genf bleibt hängen: Das hat die Schweizer Stadt jetzt entschieden.

Das Bild zeigt eine Kundgebung, im Vordergrund ein Transparent: Darauf machen die Demonstranten den türkischen Regierungschef für den Tod eines Jugendlichen – Berkin Elvan – nach den Gezi-Park-Protesten von 2013 verantwortlich.

Dieser Regierungschef war damals Recep Tayyip Erdogan, inzwischen seit 2014 Staatspräsident.

Fotograf Demir Sönmez – ein Genfer mit türkischen und armenischen Wurzeln – sagt, der türkische Protest schockiere ihn, überrasche ihn aber auch nicht: Erdogan und seine Regierung hielten eben nichts von Meinungs- und Informationsfreiheit.

Die Genfer Entscheidung nennt Sönmez einen Sieg der Demokratie und eine gute Lektion für die Türkei.

Nach Schweizer Zeitungsberichten hatte das türkische Konsulat in Genf verlangt, das Bild solle entfernt werden.

Laut schweizerischem Fernsehen SRF spricht die Botschaft inzwischen aber davon, man habe in dieser Frage nur mit der Stadt Genf Kontakt aufnehmen wollen.

Das Foto ist eines von fast sechzig Bildern Sönmez’, die auf dem Platz der Nationen vor der UNO zu sehen sind – noch bis zum 1. Mai.

Sie alle zeigen Kundgebungen, die in den letzten Jahren auf diesem Platz stattgefunden haben – darunter eben auch diese von vor zwei Jahren.