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Streit um kritisches Kunstwerk: Genf gibt Türkei nicht nach

In Genf ist auf der Place des Nations vor dem Sitz der UNO derzeit die Banderole eines Künstlers zu sehen, auf der steht “Ich heiße Berkin Elvan und

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Streit um kritisches Kunstwerk: Genf gibt Türkei nicht nach

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In Genf ist auf der Place des Nations vor dem Sitz der UNO derzeit die Banderole eines Künstlers zu sehen, auf der steht “Ich heiße Berkin Elvan und die türkische Polizei hat mich getötet auf Befehl des türkischen Ministerpräsidenten”.

Der 15-jährige Berkin Elvan war 2013 während der Gezi-Park-Proteste in Istanbul beim Brotholen schwer verletzt worden und Monate später seinen Verletzungen erlegen, er ist ein Symbol der Proteste gegen die türkische Regierung geworden.

Das Konsulat der Türkei in Genf hatte die Stadt am Montag aufgefordert, das Banner mit einem Foto von Berkin Elvan zu entfernen. Jetzt hat ein Stadtrat entschieden: Das kritische Kunstwerk darf bleiben. Das berichtet auch die NZZ.

Im Schweizer Fernsehen SRF erklärte Stadtrat Guillaume Barazzone: «Genf wird sich von gar keinem Land beeinflussen lassen. Genf und die Schweiz stehen für die Meinungsäußerungsfreiheit ein. Gerade auf der Place des Nations in Genf, wo sich Minderheiten mit Demonstrationen müssen ausdrücken können».

Auch zahlreiche türkische Medien berichten über den Streit in der Schweiz.

Nach dem Tod von Berkin Elvan hatte es 2014 in mehreren türkischen Städten gewaltsame Proteste gegeben.