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Tschernobyl: Gedenken 30 Jahre nach dem Super-GAU

30 Mal schlug die Glocke vor der Erinnerungskirche in Kiew – ein Läuten für jedes Jahr, das seit der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl vergangen

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Tschernobyl: Gedenken 30 Jahre nach dem Super-GAU

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30 Mal schlug die Glocke vor der Erinnerungskirche in Kiew – ein Läuten für jedes Jahr, das seit der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl vergangen ist.

In der Ukraine haben die Gedenkfeiern des schwersten Atomunfalls in der Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernenergie begonnen.

In Kiew legten Überlebende des Super-GAUs, damalige Helfer sowie Angehörige der Opfer Blumen nieder und gedachten der Toten in einem Gottesdienst.

“Ich gedenke heute meiner damaligen Kollegen. Ich denke aber auch an meinen Sohn und meinen Mann, die beide nicht mehr unter uns sind”, erzählt Natalya, eine ehemalige Mitarbeiterin des Kernkraftwerkes.

Gheorgy Ladatko war damals Elektriker im AKW Tschernobyl: “Mir wurde vom Betreiber damals gesagt, dass diejenigen die innerhalb der ersten fünf Tage nach dem Unfall der Strahlung ausgesetzt wurden, eine Lebenserwartung von maximal dreieinhalb Jahren haben. Wir haben das nicht ernst genommen. Dann sind fünf Jahre vergangen, dann 15 Jahre und jetzt 30. Und, Gott sei Dank, meine Freunde und ich sind noch hier.”

Die Helfer und Rettungskräfte, die in den ersten Tagen nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl im Einsatz waren, werden “Liquidatoren” genannt.

Weite Teile Europas wurden nach dem Unfall am 26. April 1986 verstrahlt. Mehrere Tausend Menschen sollen laut Experten an den Spätfolgen gestorben sein.

Neben zahlreichen Ausstellungen, Konzerten und Zeremonien in der Ukraine wird im Laufe des Tages auch in Weißrussland und Russland der vielen Strahlenopfer der Katastrophe gedacht.

Eine Reportage über diejenigen, die bei der Katastrophe unmittelbar dabei waren finden Sie hier


Chernobyl pictures by a liquidator