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Apple: Umsatz-Höhenflug bricht ab, wo sind neue Renner wie Mac, iPad oder iPhone?

Der erste Rückgang der iPhone-Verkäufe hat den rund 13 Jahre langen Höhenflug von Apple vorerst gestoppt. Der Quartalsumsatz ging im Jahresvergleich

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13 Jahre langen Höhenflug von Apple vorerst gestoppt. Der Quartalsumsatz ging im Jahresvergleich zurück – zum ersten Mal seit 2003, um 13 Prozent auf knapp 45 Milliarden Euro. Apple setzte im vergangenen Quartal rund 51,2 Millionen iPhones ab, 16 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Die aktuellen Ergebnisse müssen allerdings den Vergleich mit einem außergewöhnlich starken Quartal aushalten. Vor einem Jahr waren die erstmals deutlich größeren iPhones der
6er-Serie noch frisch auf dem Markt – viele Apple-Kunden stiegen um.

Das 2007 gestartete iPhone hatte das Wachstum von Apple befeuert und steht als mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns für rund zwei Drittel der Umsätze. Geografisch kommt rund ein Viertel der Konzernerlöse aus China, dort
sanken die Apple-Umsätze um elf Prozent.

Die Aktie verlor zeitweise rund acht Prozent – Gegenwert immerhin 35 Milliarden Euro oder der Börsenwert des Videodienstes Netflix. Der Kurs der Apple-Aktie hatte angesichts des erwarteten Geschäftsrückgangs bereits seit Monaten unter Druck gestanden. Denn….

Frank Gillett, Analyst bei Forrester Research, Cambridge, Massachusetts:

“….nichts ist in Sicht, was Apple künftig deutliches Wachstum versprechen könnte. Wissen Sie, wenn die jetzt mit einem Knaller herauskämen, bei Produkt oder Preis, dann wäre das ganz anders, besonders wenn es sich auf dem Smartphone- Markt von den anderen unterscheiden würde. Aber ohne diese Art von Innovation bei Preis oder Funktionen, meine ich, bedeutet das “klein-klein” in einem unsicheren Markt.”

Das erste etwas günstigere Modell iPhone SE, im März gestartet, könne den Laden nicht herausreißen. “Das gibt eine kleine kleine Beule, aber keine neue fundamentale Dynamik.”

Während die Erlöse im Dienste-Geschäft um ein Fünftel auf
rund 5,3 Milliarden Euro zulegten, schrumpften die Verkäufe der iPad-Tablets weiter um fast ein Fünftel auf 10,2 Millionen Geräte, gut vier Millionen Macs wurden abgesetzt, ein Rückgang von zwölf Prozent.

Auch nach mehr als 22 Prozent Gewinneinbruch verdiente Apple immer noch 9,3 Milliarden Euro. Die Geldreserven schwollen an auf 206 Milliarden Euro – 15,2 Milliarden mehr als vor drei Monaten. Die Quartalsdividende wurde von 54 auf 57 US-Cent pro Aktie angehoben.

Konzernchef Tim Cook sprach von einer «Pause» beim Wachstum und machte für die Rückgänge vor allem einen «Konjunktur-Gegenwind» verantwortlich, der das Wachstum im Smartphone-Markt insgesamt abgewürgt habe. «Das iPhone-Geschäft ist gesund», betonte Cook.

Apple bietet kein Billig-Smartphone an und wartet stattdessen
darauf, dass mehr Leute genug Geld haben, sich ein iPhone zu kaufen. Im laufenden Quartal erwartet Apple nur bis zu 38 Milliarden Euro Umsatz, Analysten hatten zuvor mit mehr als 41,5 Milliarden Euro gerechnet.

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su mit Reuters, dpa