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Proteste und Zusammenstöße im Flüchtlingslager von Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos hat es Proteste von Flüchtlingen und Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Die Flüchtlinge nutzten dazu den Besuch

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Proteste und Zusammenstöße im Flüchtlingslager von Lesbos

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Auf der griechischen Insel Lesbos hat es Proteste von Flüchtlingen und Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Die Flüchtlinge nutzten dazu den Besuch des zuständigen Ministers, samt seinem niederländischen Kollegen.

Die Lage im Flüchtlingslager auf Lesbos sei entgleist, sagt ein italienischer Helfer, der Arzt Piero Maldari. Sechshundert Menschen hätten dort die Kontrolle übernommen und verängstigten nun alle anderen, zumeist Frauen und Kinder.

Griechenland schob gestern nach längerem auch wieder Flüchtlinge zurück in die Türkei ab, diesmal 49 Menschen. Nach Behördenangaben stammten sie vorwiegend aus Afghanistan und Pakistan.

Unter dem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei wurden insgesamt – seit dem 4. April – bisher 374 Menschen von den Ägäis-Inseln dorthin zurückgeschickt.

Etwa ebenso viele Menschen wurden im Gegenzug aus türkischen Flüchtlingslagern direkt nach Europa gebracht. Noch diese Woche sollen weitere dreihundert folgen, zumeist nach Frankreich.

Insgesamt kamen dieses Jahr gut 180000 Flüchtlinge über das Meer nach Europa. Der Großteil, 150000 Menschen, landete in Griechenland. Die anderen kamen zumeist in Italien an, einige auch in Spanien und Zypern.