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Costa-Concordia-Katastrophe: Kapitän Schettino will in Berufungsprozess 16 Jahre Haft abwenden

Über vier Jahre nach der Havarie der Costa Concordia mit 32 Todesopfern hat in Florenz ein Berufungsverfahren gegen Kapitän Francesco Schettino

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Costa-Concordia-Katastrophe: Kapitän Schettino will in Berufungsprozess 16 Jahre Haft abwenden

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Über vier Jahre nach der Havarie der Costa Concordia mit 32 Todesopfern hat in Florenz ein Berufungsverfahren gegen Kapitän Francesco Schettino begonnen. Es soll Berichten zufolge bis Ende Mai dauern.

Schettino war 2015 wegen fahrlässiger Tötung zu mehr als 16 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und Schettino nach wie vor auf freiem Fuß.

Gegen das Urteil hatten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung Berufung eingelegt. Die Staatsanwaltschaft, die in erster Instanz 26 Jahre Haft gefordert hatte, will voraussichtlich ein härteres Strafmaß erreichen. Der Kapitän selbst hofft auf einen Freispruch.

Schettino hatte das an der toskanischen Insel Giglio auf Grund gelaufene Kreuzfahrtschiff in einem Rettungsboot verlassen, obwohl noch Menschen an Bord waren.

Vier seiner Crewmitglieder und ein Manager der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere haben eine Mitschuld eingeräumt und sich schon 2013 ohne Prozess auf Haftstrafen von bis zu knapp drei Jahren geeinigt.