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UN-Vize zu Syrien: Negativtrend muss gestoppt werden

Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise setzt die EU auf die Türkei. Das Abkommen mit Ankara stößt auf Kritik. Darüber und über den Krieg in Syrien

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UN-Vize zu Syrien: Negativtrend muss gestoppt werden

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Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise setzt die EU auf die Türkei. Das Abkommen mit Ankara stößt auf Kritik. Darüber und über den Krieg in Syrien, hat Euronews mit UN-Vizegeneralsekretär Jan Eliasson gesprochen. Was ist das Abkommen mit der Türkei in puncto Menschenrechte überhaupt wert?

Meinung

Der Weg zurück in den Krieg wäre eine absolute Katastrophe.

Jan Eliasson, Stellvertretender UN-Generalsekretär:

Nun, Menschenrechte zu schützen bedeutet auch, den Migranten und Flüchtlingen, die im Moment nach Europa kommen, ein annehmbares Leben zu ermöglichen.

Das Abkommen zielt darauf ab, die Bedingungen für Migranten und Flüchtlinge vor Ort zu verbessern.

Sándor Zsiros, euronews:

Die Deportation von Migranten in die Türkei ist auf Kritik gestoßen. Wie beurteilen Sie diesen Teil des EU-Türkei-Abkommens?

euronews: Wichtig ist, dass man den Einzelfall betrachtet. Wir müssen sicherstellen, dass Menschen, die etwa in die Türkei gebracht werden, später nicht gezwungen werden, nach Syrien zurückzukehren. Wir haben die Lage überprüft und keinerlei Hinweise gefunden, dass dies der Fall wäre. Es gibt Gerüchte darüber.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass wir der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 gerecht werden.

euronews: Lassen Sie uns über die Fluchtursachen sprechen. Gibt es einen umsetzbaren Plan, um den Krieg in Syrien bald zu beenden?

J.E: Bedauerlicherweise hat sich die Lage in der vergangenen Woche verschlechtert, es gab verstärkt Kämpfe um Aleppo, Damaskus und Idlib. Das ist höchst besorgniserregend. Wir hoffen, dass die Akteure vor Ort und jene Kräfte, die auf sie Einfluss nehmen können, nun für eine Entspannung der Lage sorgen.
Wir dürfen diese Gelegenheit Gespräche zu führen nicht verpassen.
Nach Wochen beginnt nun eine noch ernstere Phase der Gespräche und ich hoffe sehr, dass wir eine politische Lösung finden werden.

Der Weg zurück in den Krieg wäre eine absolute Katastrophe. Ich habe mich schon gefragt, ob es überhaupt noch schlimmer werden kann. Und ja, es kann. Wir müssen diesen Negativtrend stoppen.