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AfD-Parteitag: Anti-Islam-Reden und nationale Töne

Die Partei Alternative für Deutschland präsentiert sich in ihrem neuen Grundsatzprogramm als eine deutschnationale Partei, die Zuwanderung ablehnt

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AfD-Parteitag: Anti-Islam-Reden und nationale Töne

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Die Partei Alternative für Deutschland präsentiert sich in ihrem neuen Grundsatzprogramm als eine deutschnationale Partei, die Zuwanderung ablehnt und das Zusammenwachsen Europas teilweise rückgängig machen will. Am ersten Tag ihres Bundesparteitags in Stuttgart verabschiedeten rund 2000 Mitglieder der Partei 2 von insgesamt 14 Artikeln des Programms. Die Partei bezeichnet den Islam darin als Religion, die nicht mit westlichen Werten vereinbar sei. Eine Mehrheit stimmte für einen Antrag, in dem ein EU-Beitritt der Türkei generell ausgeschlossen wird.

Der AfD-Europaabgeordnete Marcus Pretzell kündigte auf dem Parteitag an, im EU-Parlament in das Lager um die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen zu wechseln. Dieser Gruppe gehören auch die Freiheitspartei des niederländischen Islam-Gegners Geert Wilders, die italienische Lega Nord und die rechtspopulistische FPÖ aus Österreich an. Pretzell war wegen rassistischer Äußerungen aus der Fraktion der Europäischen Konservativen ausgeschlossen worden.

Bei mehreren Protesten in der Stadt und vor dem Veranstaltungsgebäude kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Beamten nahmen 500 Anti-AfD-Demonstranten vorübergehend in Gewahrsam.