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Mai-Kundgebungen: heftige Krawalle und friedliche Proteste

Mit traditionellen Kundgebungen wurde am Sonntag vielerorts der Tag der Arbeit begangen. Heftige Krawalle begleiteten die Mai-Demo in Istanbul: Die

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Mai-Kundgebungen: heftige Krawalle und friedliche Proteste

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Mit traditionellen Kundgebungen wurde am Sonntag vielerorts der Tag der Arbeit begangen. Heftige Krawalle begleiteten die Mai-Demo in Istanbul: Die Polizei ging mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor, die versuchten, zum gesperrten Taksim-Platz zu gelangen. Ein 57-Jähriger wurde von einem Wasserwerfer überfahren. Er starb im Krankenhaus. Rund 24.500 Polizisten, 120 Wasserwerfer und mehrere Hubschrauber waren im Einsatz gewesen.

In Paris nutzten die Menschen die traditionelle Maikundgebung, um erneut gegen die geplante Arbeitsmarkreform zu protestieren. Ein Demonstrant sagte: “Wir glauben nicht, dass die Liberalisierung des Arbeitsmarktes ein demokratischer und sozialer Fortschritt ist.”

Auch in Deutschland zog es viele Menschen auf die Straße. In Stuttgart standen die Themen Kinderrechte und Flüchtlinge im Mittelpunkt der Mai-Demo.

In Rom gedachte Italiens Staatspräsident mit einer Schweigeminute den Menschen, die bei Arbeitsunfällen ums Leben kamen. Traditionell gab es ein 1. -Mai-Konzert auf der Piazza San Giovanni. Es war dieses Jahr Giulio Regeni gewidmet. Der italienische Student wurde am 3. Februar tot in Kairo aufgefunden. Sein gewaltsamer Tod führte zu ernsthaften Spannungen zwischen Italien und Ägypten.

Tausende Menschen forderten auf der 1. -Mai-Kundgebung in Madrid einen besseren Schutz der Arbeitnehmerrechte. Die Demonstranten prangerten niedrige Löhne und soziale Ausgrenzung an.

In Moskau zogen rund 100.000 Menschen bei der traditionellen Parade der Gewerkschaften über den Roten Platz. Sie protestierten gegen Preissteigerungen und Steuererhöhungen und forderten bessere Gehälter und Renten.