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"Autowäsche"-Skandal in Brasilien: Ermittlungen erstmal auch gegen Präsidentin Rousseff

Im größten Korruptionsskandal des Landes steigt der Druck auf die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff. Örtlichen Medien zufolge hat der

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"Autowäsche"-Skandal in Brasilien: Ermittlungen erstmal auch gegen Präsidentin Rousseff

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Im größten Korruptionsskandal des Landes steigt der Druck auf die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff. Örtlichen Medien zufolge hat der Generalstaatsanwalt beim Obersten Gerichtshof zum ersten Mal Ermittlungen direkt gegen Rousseff beantragt.

Ihr wird vorgeworfen, versucht zu haben, die Untersuchungen der Korruptionsaffäre beim halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras zu behindern.

Weil sie in einem unabhängigen Fall verdächtigt wird, Haushaltszahlen manipuliert zu haben, läuft gegen die Präsidentin zudem ein Amtsenthebungsverfahren.

gegen beide Politiker Ermittlungen beim Obersten Gerichtshof beantragt.

Die Staatsanwaltschaft glaubt zudem, dass ihren enger Vertrauter und Vorgänger Luiz Inácio Lula da Silva als Präsident (2003-2011) von der systematischen Korruption bei Petrobras wusste. Der Generalstaatsanwalt beantragte Ermittlungen gegen Lula und rund 30 weitere Personen beim Obersten Gerichtshof.

Unter den Verdächtigen sind auch aktuelle Minister der Regierung, darunter laut brasilianischen Medien auch gegen Jaques Wagner, der Kabinettschef Rousseffs.

In dem Skandal, den die Medien “Lava Jato” auf Deutsch “Autowäsche” tauften, geht es um jahrelange Schmiergeldzahlungen bei Auftragsvergaben des Ölriesen an Bauunternehmen. Dutzende Politiker von Regierung und Opposition sollen in die Affäre verwickelt sein.

Gegen Lula wird parallel in einem Fall ermittelt, in dem es um eine möglichen Begünstigung durch einen Baukonzern für eine Wohnung geht.