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Erdbeben in Ecuador: weiter Alarmstufe rot

Nach dem Erdbeben von Ecuador haben die Vereinten Nationen weltweit um Unterstützung für die Opfer geworben. Zwar sind nationale und internationale

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Erdbeben in Ecuador: weiter Alarmstufe rot

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Nach dem Erdbeben von Ecuador haben die Vereinten Nationen weltweit um Unterstützung für die Opfer geworben. Zwar sind nationale und internationale Rettungskräfte im Einsatz, aber es bleibt viel zu tun: Teile der Stadt Manta ähneln einer Geisterstadt, nur Soldaten, Feuerwehr und Anwohner dürfen hinein.

Das euronews-Team machte sich ein Bild von der Lage zwei Wochen nach dem Unglück.

Das Ausmaß der Zerstörung variiert stark, in manchen Vierteln sind 30% der Gebäude zerstört, in anderen bis zu 90%. Während Anwohner in Trümmern nach ihrem Eigentum suchen, schützen Soldaten sie vor Plünderern.

Derzeit ist von 660 Toten die Rede. 20 Menschen werden vermisst und 4.605 weitere sind verletzt. Für sechs Provinzen gilt weiter Alarmstufe rot, aber die erste Notfall-Phase ist nun offiziell abgeschlossen. Derzeit läuft die humanitäre Hilfe auf Hochtouren. Ricardo Peñaherrera vom nationalen Katastrophenschutz erklärt, “wir sichern provisorische Unterkünfte für die Anwohner, damit sie, obwohl sie ihre Häuser und alles andere verloren haben, in den nächsten Monaten in Würde leben können.”

Nach Angaben der Regierung sind 1,2 Millionen Menschen stark vom Erdbeben betroffen, unter ihnen allein 520.000 in der Manabi Provinz. Etwa 30.000 Menschen leben in Notunterkünften, aber viele wollen lieber in der Nähe ihrer Häuser zelten. Eine Händlerin hat es besonders hart getroffen: “Ich bin seit 16 Tagen hier, weil mein Haus zusammenbrach. Ich hatte einen kleinen Laden. Alles, was ich retten konnte, trage ich bei mir. Ich warte darauf, dass mein Haus demoliert wird, damit ich aufräumen und ein Plastikzelt aufbauen kann, wo ich leben werde.”

Am 16. April hatte ein Erdbeben der Stärke 7,8 die Küstengebiete im Nordwesten des Landes erschüttert. Sehen Sie den ganzen Bericht in Aid Zone, ab den 19. Mai im Programm auf euronews.