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Austin, Texas: Abfuhr für Fahrdienstleister Uber und Lyft

Trotz einer 7 Millionen Euro teuren Kampagne haben die Wähler in Austin, Texas, den Fahrdienstleistern Uber und Lyft eine Abfuhr erteilt: Sie wiesen

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Austin, Texas: Abfuhr für Fahrdienstleister Uber und Lyft

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Trotz einer 7 Millionen Euro teuren Kampagne haben die Wähler in Austin, Texas, den Fahrdienstleistern Uber und Lyft eine Abfuhr erteilt: Sie wiesen deren Vorschlag („Proposition 1“) zurück, die Fahrer selbst zu überwachen und verlangten strengere Regeln, einschließlich Fingerabdruckscans und besonderer Kennzeichen auf den Autos.

Meinung

Enttäuschung reicht nicht aus um das zu beschreiben, was wir fühlen

Daraufhin erteilten Uber und Lyft Austin eine Abfuhr. Lyft “pausiert” in der Stadt. Uber will verhandeln.
“Enttäuschung reicht nicht aus um das zu beschreiben, was wir fühlen”, so Uber-Manager Chris Nakutis (“Chronicle”).

Uber und Lyft hatten gedroht, ihr Angebot in Austin zu streichen, sollte ihr Vorschlag scheitern.

Die Abstimmung wurde in den USA in anderen Städten genau verfolgt, darunter Los Angeles und Miami. Auch hier geht es darum, wie Fahrdienstleister zu überwachen seien. In Austin waren 56% der Wähler gegen die Initiative der Unternehmen, 44% dafür.

“Das Volk hat heute abend laut und deutlich gesprochen”, so Austins Bürgermeister Steve Adler. Und bot Gespräche an. “Austin ist eine innovative und kreative Stadt, und wir werden jetzt am kreativsten und innovativsten sein müssen.”

In den USA wächst die Angst vor Gewalttaten, wenn Unbekannte zu Unbekannten ins Auto steigen. Im vergangenen Monat legte Uber gegen Zahlung von bis zu 22 Millionen Euro eine Klage in Kalifornien bei, die ihm irreführende Behauptungen zur Sicherheit von Passagieren vorgeworfen hatte.

Ubers durchsucht nach eigenen Angaben in den USA Dokumente der letzten sieben Jahre nach dem Namen von Bewerbern, darunter Gerichtsdatenbanken, die Straftäterdatenbank und ein Register für Sexualverbrecher, und nutzt Sozialversicherungsdatenbanken und Verkehrsregister. Wer schon einmal eine Gewalttat oder ein Sexualverbrechen begangen, gegen das Waffengesetz verstoßen oder sich einer Verhaftung widersetzt habe, werde grundsätzlich abgelehnt.

su