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Für viele wohlhabende Lateinamerikaner ist Neuseeland "Panama"

Recherchen regionaler Medien (“onenews”) auf Basis der sogenannten Panama Papiere ergaben: Kunden der Steuerparadies-Spezialisten von Mossack

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Für viele wohlhabende Lateinamerikaner ist Neuseeland "Panama"

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Recherchen regionaler Medien (“onenews”) auf Basis der sogenannten Panama Papiere ergaben: Kunden der Steuerparadies-Spezialisten von Mossack Fonseca/Panama haben steuerbefreite Briefkastenfirmen und Trusts mit Sitz in Neuseeland genutzt, um Gelder um den Globus zu schicken, darunter wohlhabende mexikanische und ecuadorianische Banker und zwei kolumbianische Autohändler.

Premierminister John Key:

“Es ist wichtig, festzuhalten: Die Vorschriften verlangen, dass ausländische Trusts eingetragen werden, dazu detaillierte finanzielle und andere Nachweise. Diese können von der Steuerbehörde “Inland Revenue” verlangt und an Steuerbehörden in anderen Ländern weitergegeben werden”.

Es sei “völlig falsch”, Neuseeland ein Steuerparadies zu nennen. Im Übrigen sei man bereit, die Regeln zu ändern, wenn nötig.

Der umstrittene Rechtsdienstleister Mossack Fonseca hat eine Niederlassung (“Bentleys”) in Auckland.

Die Firma habe Neuseeland aktiv gefördert als guter Ort, um Geschäfte zu machen wegen seiner Steuerfreiheit und des hohen Grades an Vertraulichkeit und Rechtssicherheit, heißt es in einem gemeinsamen Bericht (Radio New Zealand, TVNZ und Nicky Hager) regionaler Medien, die mehr als 61.000 Dokumente analysierten.

Laut dem Bericht war Robert Thompson, Mitbegründer und Geschäftsführer der Rechnungsprüfungs-Firma Bentleys Neuseeland der Hauptkontakt von Mossack Fonseca in Neuseeland. Thompson wurde in mehr als 4.500 Panama- Papier-Dokumenten aufgeführt, so der Bericht.

Die Zahl der ausländischen Trusts in Neuseeland habe sich im vergangenen Jahrzehnt auf fast 10.700 in diesem Jahr mehr als verfünffacht.

su mit Reuters