Eilmeldung

Eilmeldung

"Nuits Sonores": Musik aus Österreich, Deutschland und der Schweiz

Sie lesen gerade:

"Nuits Sonores": Musik aus Österreich, Deutschland und der Schweiz

Schriftgrösse Aa Aa

Starke Präsenz aus dem deutschsprachigen Raum: Michael Mayer, Ogris Debris und The Monsters gehörten zu den Gästen der "Nuits" Sonores" in Lyon.

Das österreichische Elektroduo Ogris Debris eröffnete in diesem Jahr die “Nuits Sonores” – das Festival für elektronische Musik im französischen Lyon. Gerade erst ist ihr Debütalbum Constant Spring erschienen. Die beiden auch international geschätzten Soundbastler Gregor Ladenhauf und Daniel Kohlmeigner gehören zur neuen Musikergeneration, die ohne klassische Instrumente auskommt.

Meinung

Ich bin ein reiner Knöpfchendreher, Tastendrücker. Also ich bewege mich nur in der digitalen Welt. Ich kann leider kein richtiges, echtes Instrument bedienen.

Gregor Ladenhauf: “Ich hab mal Gitarre gelernt an der Musikschule, aber ich hab keine konservatoriumsreife Ausbildung. Aber ich spiele jedes Instrument”.

Daniel Kohlmeigner: “Er kann alles ein bisschen….”

Gregor Ladenhauf: “Und ich hab eine Multimedia-Ausbildung, also mein Hauptinstrument ist eigentlich der Computer, natürlich. Ich benutze die Stimme als Instrument, welches Instrument mir halt gerade einfällt.”

Daniel Kohlmeigner: “Ich bin ein reiner Knöpfchendreher, Tastendrücker. Also ich bewege mich nur in der digitalen Welt. Ich kann leider kein richtiges, echtes Instrument bedienen.”

Ogris Debris – See The World (Official Video):

Michael Mayer: “DJ ist ein bisschen wie Wein”

Nach Ogris Debris war der deutsche DJ, Producer und Remixer Michael Mayer an der Reihe, einer der großen Namen der deutschen Electro-Dance-Musikszene und Mitbegründer des Kölner Techno-Labels Kompakt.

Mayer stand als Teenager erstmals hinter dem Plattenteller. Heute spielt der Mittvierziger in angesagten Clubs rund um die Welt.

Michael Mayer: “DJ ist ein bisschen wie Wein. Ich hab das Gefühl, dass die meisten besser werden mit dem Alter, mit der Erfahrung. Und man kann aus einer ganz anderen Tiefe schöpfen, als ein DJ, der gerade anfängt.”

Musik aus Seoul

Jedes Jahr steht auf dem Festival “Nuits Sonores” die Musikszene einer anderen Stadt im Rampenlicht. Diesmal war es das südkoreanische Seoul. Mit zum Teil überraschenden Begegnungen. Hier etwa das Duo Jiha Park und Jungmin Seo , das auf traditionellen Instrumenten eigene Kompositionen spielt.

Glen Check ist eine erfolgreiche Electro-Indie-New-Wave-Band aus Korea. “Haute Couture” hieß ihr Debütalbum, mit dem sie 2013 bei den koreanischen Music Awards (in der Kategorie “Best Dance & Electronic Album”) abräumten. Auch beim Lyoner Festivalpublikum kam der Sound sofort gut an.

June-One Kim: “Unsere Musik basiert vor allem auf House, Disco, Funk und Electro. Das ist eher ansprechend. Und dazu kann man recht einfach tanzen.”

“Mini Sonores” speziell für Kids

Auch der Nachwuchs war auf dem Festival herzlich willkommen, auf den Mini Sonores. Das Mitmachprogramm für Kinder (von 4 – 12) hatte
Musik-, Film-, Grafik- und Radio-Workshops im Angebot. Veranstaltungsort war der Park neben dem neuen Musée des Confluences (wo Rhône und Saône zusammenfließen).

Garantiert laut: The Monsters

Für einen kräftigen Vitaminschub sorgte die Schweizer Band The Monsters mit dem ihr eigenen Stilmix aus Garage-Punk, Teenage Trash, Rockabilly und Rock’n‘roll. Die lautstarke Underground-Band wurde 1986 gegründet, als die Berner Jugend kräftig rebellierte.

Beat Man Zeller: “In dieser Jugendrevolution hat man gelernt, wie man läuft, wenn man etwas erreichen will, muss man von einem Punkt zum anderen laufen. Wenn man das damals nicht begriffen hat, dann hat man’s nie begriffen und wir haben das begriffen. Wir gehen jeder von uns in unserem Leben, nicht nur musikalisch, gehen wir Schritte weiter. Wir wollen vorankommen in unserem Leben, nicht dasitzen und TV gucken usw. Wir wollen etwas produzieren, etwas machen.”

Wolfgang Spindler, euronews: “Das Festival ‘Nuits sonores’ ist mehr als Techno , Electro und Dance-Musik. Hier kann man Musik in all ihren Farben entdecken, hier kann jeder seinen Rhythmus und seinen Grove entdecken.”