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Präsidentschaftswahlen auf den Philippinen

Rund 54 Millionen Wahlberechtigte wählen am Montag Präsident, Parlament und rund 18.000 lokale Mandatsträger. Analysten warnen, dass der katholische

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Präsidentschaftswahlen auf den Philippinen

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Rund 54 Millionen Wahlberechtigte wählen am Montag Präsident, Parlament und rund 18.000 lokale Mandatsträger. Analysten warnen, dass der katholische Inselstaat mit mehr als 100 Millionen Einwohnern nach 30 Jahren Demokratie wieder in eine Diktatur abrutschen könnte. Bereits seit dem frühen Morgen wird von technischen Problemem bei den elektronischen Wahlautomaten berichtet, die Hoffnung auf ein sicheres Wahlergebnis innerhalb von 24 Stunden nach Wahlende zerschlägt sich schon jetzt. Favorit in den Umfragen ist Rodrigo Duterte, ein Bürgermeister aus der Provinz, der offen mit Auflösung des Parlaments gedroht hat.

Duterte will innerhalb von sechs Monaten Drogenhandel, Kriminalität und Korruption beenden und mit Tätern kurzen Prozess machen. In seiner Heimatstadt Davao sind seit 1998 mehr als 1400 Kleinkriminelle umgebracht worden – von Todesschwadronen, sagen Menschenrechtler, die nur mit der Duldung des Bürgermeisters agieren könnten. Dutertes Markenzeichen sind derbe Sprüche und Prahlerei mit seiner Potenz. Er führte mit 33 Prozent in Umfragen, auf gut 20 Prozent kamen der Kandidat der jetzigen Regierung, Ex-Innenminister Mar Roxas, und Senatorin Grace Poe. Roxas gilt als farblos, Poe als unerfahren.