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Waldbrände: Kanada hofft auf "Hilfe von Mutter Natur"

Zum ersten Mal seit Ausbruch der Waldbrände im kanadischen Bundesstaat Alberta, gibt es einen Funken Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage. Kühlere

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Waldbrände: Kanada hofft auf "Hilfe von Mutter Natur"

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Zum ersten Mal seit Ausbruch der Waldbrände im kanadischen Bundesstaat Alberta, gibt es einen Funken Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage.

Kühlere Temperaturen sowie leichter Regen tragen zu einer etwas langsameren Ausbreitung bei, so Feuerwehrmann Chad Morrison: “Ich freue mich, zur Abwechslung mal gute Neuigkeit von der Wildfeuerfront zu überbringen. Mit etwas Hilfe von Mutter Natur, einem Wetterumschwung und dank der harten Arbeit der Feuerwehrleute, haben wir einen Großteil des Feuers in Fort McMurray zurückhalten können.”

Morrison zufolge müsse man nun auf stärkeren Regen hoffen. Andernfalls sei das Feuer in den bewaldeten Gebieten noch Monate zu bekämpfen.

Seit mehr als einer Woche fressen sich die Brände unaufhaltsam durch den Wald. Mit Trockenheit und Wind hatte sich die vom Feuer betroffene Fläche zuletzt verdoppelt und ist nun etwa so groß wie die deutsche Hauptstadt Berlin.

Rund 100.000 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen und haben in Notunterkünften Zuflucht gefunden.

Rachel Notley, Premierministerin Albertas, war sichtlich bewegt, als sie erklärte: “Heute ist Muttertag. Ich hoffe, dass ich trotz dieser Krise ein paar Momente mit meinen eigenen Kindern verbringen kann. Dass nicht jeder das kann, empfinde ich als eine schlimme Tragödie.”

In Fort McMurray liegen ersten Schätzungen nach mindestens 1.600 Gebäude in Schutt und Asche.

Kanadische Medien sprechen von der teuersten Katastrophe in der Geschichte des Landes. Alberta gilt als Ölprovinz Kanadas: Eine Million Barrel kommt täglich aus der für ihren Ölsand bekannten Region.