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Brexit-Wahlkampf in der heißen Phase

Gut sechs Wochen vor dem Referendum über einen EU-Austritt Großbritanniens haben die prominentesten Vertreter beider Lager die heiße Phase des

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Brexit-Wahlkampf in der heißen Phase

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Gut sechs Wochen vor dem Referendum über einen EU-Austritt Großbritanniens haben die prominentesten Vertreter beider Lager die heiße Phase des Wahlkampfs eröffnet. Labour-Chef Jeremy Corbyn wiederholte den Standpunkt seiner Partei, ein Votum für den Verbleib in der EU sei im besten Interesse des Landes. Er erklärte: “Wir brauchen eine starke Botschaft. Wir müssen die Rechte der Arbeiter verteidigen, aber uns auch der Herausforderung durch die Migranten stellen und wir müssen die Freiheit der Briten schützen, dass sie im Ausland leben, arbeiten, oder ihren Ruhestand verbringen können. Wir müssen diese Verbindung zum Kontintent aufrechterhalten.”

Unterdessen beschuldigte der frühere Tory-Chef Iain Duncan Smith den britischen Premierminister David Cameron, immer nur eine Marionette der Deutschen gewesen zu. In der Zeitung “The Sun” schreibt der konservative Politiker, Cameron habe den Deutschen quasi ein Vetorecht bei allen Entscheidungen eingeräumt, die den Brexit beträfen. In einer Rede sagte Duncan Smith, die EU habe sich zum Knecht derer gemacht, die das Geld hätten.

Ein prominenter Befürworter des Austritts, Londons Ex-Bürgermeister, Boris Johnson, sagte, auch wenn er für einen Austritt sei, sei er dennoch ein Europäer. Er sei kein Nationalist, seine Familie sei so bunt gemischt wie die UN-Friedenstruppen. Er sei ein Kind Europas. Er könne auf französisch und auf spanisch Romane lesen, er könne die “Ode an die Freude” auf deutsch singen, und das tat er dann auch.